Buchauszüge
Der gestiefelte Eros - Leseprobe
Sofort bei unserem Eintritt erhob sich eine würdige ältere Dame mit wohlfrisiertem, beinahe weißem Haar und frischen Augen von ihrem Stuhl hinter dem Kassentisch und fragte nach unseren Wünschen.
Als Tantchen ihren Namen genannt hatte, klatschte die alte Dame freudestrahlend in die Hände: "Nein, gnädige Frau, welche Freude, unsere beste Kundin einmal persönlich kennen lernen zu dürfen! Wie viele Dutzend Paare Schuhe und Stiefel durfte ich Ihnen nach Amerika schicken! Nein, welche Ehre!" Dann, ihre lebhaften Augen auf mich richtend, fuhr sie eifrig fort: "Und was für einen großen hübschen Jungen die gnädige Frau schon haben...."
"Ich möchte meinen Neffen (das Worte `Neffe` betonte Tante) ein bisschen bei Ihnen equipieren, liebe Frau Mattausch." "Aber gerne, gnädige Frau. Und was darf es sein, wenn ich fragen darf?" "Dreierlei. Jedoch nichts, was auch nur von Ferne nach einem Herrenstiefel aussieht".
Betroffen schaute die gute alte Dame auf meine braunen Damenstiefel, dann glitt ein freundliches, aber vielsagendes Lächeln über ihre sympathischen Züge. "Ich hoffe, allen Wünschen der gnädigen Frau gerecht werden zu können. Was eventuell nicht fertig vorhanden sein sollte, fertigen wir in kürzester Zeit ganz nach Wunsch an".
Dann schaute sie Tante erwartungsfroh an. Ich nicht weniger. Denn vorläufig wusste ich noch nicht, warum ich eigentlich hier war, nachdem ich doch die nagelneuen braunen Stiefel und die kleinen Lackschuhe gerade von ihr bekommen hatte.
"Zunächst", begann Gisel, "die normalen Gebrauchs-Schuhe, die meine Neffe in Zukunft tragen wird. Da braucht er" - sie zog ein kleines Notizbuch aus ihrem Perlbeutel und warf einen kurzen Blick hinein - "6 Paar hohe Schuhe" - mir gab es einen Riss - "davon je 3 zum Knöpfen und 3 zum Schnüren. Der Schaft bis gut in die halbe Wade, Absätze gerade, doch nicht unter siebeneinhalb Zentimeter. Farben: schwarz und braun und je ein Paar aus Lackleder."
"Welche Schuhgröße, bitte recht sehr?", warf die alte Dame ein. "39, genau wie ich." "Dann sind die gewünschten Artikel in fertiger Maßarbeit vorhanden. Fräulein Lisette, holen Sie die Sachen gleich aus dem Lager." Fräulein Lisette geht ab. "Nummer zwei das gleiche in Größe, wollte sagen in Halbschuhen. Drei Paare zum Schnüren, drei Paare ausgeschnittene Lackschuhchen, mit und ohne Querspange."
"Alles vorrätig", nickte Frau Mattausch, und ihre Augen strahlten bei jedem neu bestellten Paare noch heller. Mit brach der Schweiß aus: "Um Gottes Willen, Tantchen, soll ich denn einen Laden aufmachen?", raunte ich ihr leise zu. "Nur Ruhe Freundchen, es kommt schon noch besser", lachte sie höhnisch. "Jetzt pass auf, Karlemännchen!"
Inzwischen war die zweite Verkäuferin, Fräulein Trude frei geworden und wurde ihrer Kollegin zum Herbeiholen der Serie II ins Magazin nachgesandt. Was mich einigermaßen beruhigte, denn so waren bei Tantchens bevorstehendem Hauptcoup wenigstens nicht so viele Leute anwesend. In der Annahme, dass nun etwas ganz Verrücktes käme, sollte ich mich nicht getäuscht sehen, denn Gisel begann:
"Ich komme nun zum wichtigsten Teil seiner Ausstattung, doch da es sich hier wohl nur um Maßarbeit wird handeln können, lassen Sie bitte dazu Herrn Mattausch selbst rufen". Jetzt ist es ganz gefehlt, dachte ich, aber im selben Moment kam Fräulein Lisette mit 6 großen Pappschachteln an, deren Inhalt sie auf der Theke sofort auszupacken begann. Herr meines Lebens, ganz schwarz wurde mir dabei vor den Augen. Aber vor Freude, nicht vor Schrecken; waren das raffinierte Stiefelchen!
Etwas Eleganteres konnte sich der kapriziöseste Liebhaber nicht ausdenken. Jedes einzelne, mit peinlicher Akkuratesse bis ins Detail ausgeführt, war eine Sensation für sich, oder doch wenigstens für mich.
In der Pluralerscheinung mussten sie auf Leute meines Schlages und meiner Veranlagung einfach geistesverwirrend wirken, Herr Mattausch, ein gut gekleideter älterer Herr mit einem feinen Kopf, war ganz Ohr, als ihm Tante, nach erneuter Befragung ihres Spickzettels, ihre Wünsche vortrug.
Infolge der durch den glanzvollen Aufmarsch der 6 Paare so erfolgreichen Ouvertüre, waren meine Erwartungen für die folgenden Akte auf den Siedepunkt erhitzt. Aber er wurde überschritten, als Gisel mit einer Ruhe, als bestelle sie irgendwelche Schrauben, begann:
"Mein hohen Knopfstiefel hier" - dabei hob sie den Rock ein wenig - "gefallen meinem Neffen so heftig. Nicht wahr, Charley?" wandte sie sich an mich.
Hol dich der Satan, dachte, "Jawohl, liebe Tante", sagte ich.
"Also nehmen Sie bitte ihm das Maß dazu. Aber Lackknopfstiefel! Bitteschön."
Eine Sekunde später hatte sich das lauernde Fräulein Lisette auch schon meiner linken Hinterflosse bemächtigt und begann mir den Stiefel aufzuknöpfen. Resigniert beschloss ich, von nun ab nur mehr ja zu allem, was auch kommen möge, zu sagen, wie ein von Hunden aufgespürter Igel.
Denn ich verfügte leider nicht über so nützliche Stacheln, die dem armen Tiere die nachhaltige Hilfe gewähren. Schon machte sich Herr Mattausch an meinen Seidenstrümpfen mit Maßband, Bleistift und Papier zu schaffen.
Da musste ich unwillkürlich und trotz des Milieuunterschiedes an die Praktiken des grässlichen "Meisters" Schwab denken, dieses größten aller Riesenmurxer, die je ein Stück Leder entweihten.
Die gewonnenen Maßzahlen diktierte er seiner Frau, die sie gewissenhaft in ein Buch eintrug. Tantes nächste Bestellung hätte ich beinahe überhört, denn soeben brachte Fräulein Trude die Opfer der Serie II angeschleift und stellte sie als zweites Glied der sich vorbereitenden Stiefelrevue auf die Glasplatte.
Beim Anblick der süßen Dingerchen stieg meine Erregung derartig, dass mein Fuß hin und herschlug, wie die Rute eines erfolgreichen Wünschelrutengängers, wenn sie auf ein unterirdisches Quellensystem von tausend Sekundenlitern stößt.
Darob blickte mich Meister Mattausch einigermaßen erstaunt, ja beinahe missbilligend von unten herauf über seine Brillengläser an. Ja, alter Freund Knieriem! In diesem Falle musst du schon entschuldigen. Das ist etwas für die Nervendrahttaue eines starken Schutzmannes, aber nicht für einen Karl Hanns Leydenegg.
"In der gleichen Höhe und Ausführung wünsche ich für ihn dann auch ein Paar ganz hoher Lackschnürstiefel", hörte ich wie von weit her Tante Gisel weiterwünschen.
"Gnädige Frau, Verzeihung", unterbrach sie der Meister.
"Ich hätte ein solches Paar fertig in der Werkstätte. Es war für die Frau Baronin S. bestimmt und..."
"Schon gut. Fragt sich nur, wie die Hacken sind." "Genau wie die an den der gnädigen Frau zuletzt gelieferten Lackknopfstiefeln. Vielleicht haben Sie Interesse dafür: Es stünden außer den genannten Lackknopfstiefeln von der gleichen Dame und in der gleichen Ausführung hohe graue Wildlederschuhe bis zum Knie und hellbraune Knopfstiefel zur Verfügung. Gerne gewähre ich Ihnen darauf entsprechenden Nachlass".
"Die Geldfrage kommt absolut nicht in Betracht. Lassen Sie die Paare mal bringen. Wir probieren sie und behalten sie auch - wenn sie tadellos passen. Nicht, Charley?"
"Jawohl, liebe Tante." Im Stillen fügte ich bei: Allah sei groß. sein Wille geschehe.
"Dann hätte ich für einen wilden Jungen gerne noch ein ganz besonderes Paar, nämlich....Ja, wie soll ich mich nur gleich ausdrücken?
Aha, jetzt hab ich es. Nennen wir sie mal: Strafstiefel".
Jetzt hat es geschnappt, dachte ich. Nun ist sie irrsinnig geworden.
"Ich denke dabei", fuhr sie in aller Seelenruhe fort, "an Knopfstiefel von recht auffallender Farbe, am besten vielleicht grellrot, mit so hohen Absätzen, dass das Gehen oder Stehen auf ihnen wirklich ein bisschen weh tut".
Andächtig schrieb Herr Mattausch diese Angaben in sein Buch, und ich überlegte eben, ob ich ihm nicht dafür ganz zufällig mit dem Fuß eins unter die Nase geben sollte, da erschien ein Geselle mit 3 besonders voluminösen Kartons, die er auf Frau Mattauschs Geheiß hin auf den Ladentisch legte.
Ein weiterer Wink, und Fräulein Lisette kramte ihren vornehmen Inhalt aus und platzierte die 3 Paare auf den rechten Flügel des für mich aufmarschierenden Stiefelheeres.
Ich sah seiner Auffüllung mit weitgeöffneten Augen und unbeschreiblichen Gefühlen zu. "Probieren Sie dem Jungen die braunen Knopfstiefel an! Passen die, dann sitzen die zum Schnüren erst recht."
Mir war ähnlich zu Mute wie seinerzeit, als ich zum ersten Male Tantchens hohe Lackstiefel anziehen durfte. Und doch wieder anders.
Denn die damalige Anprobe ging unter 4 Augen im stillen Kämmerlein vor sich, als welches man Mattauschs Laden doch nicht gut bezeichnen konnte, um so mehr, als sich inzwischen, wie ich mit Schrecken bemerkte, eine ganze Menge vornehmer Kunden eingefunden hatte.
Und das Fräulein Lisette knöpfte und knöpfte mit einer Ausdauer und Hingabe, dass ich sie ordentlich darum bewunderte. Ich persönlich hätte gerne und sofort mit einem der dreiunddreißig Stiefelknöpfe getauscht, so peinlich war mir das befremdete Anstarren der Leute.
Gefügig rutschten die Knöpfe unter dem energischen Zwang des langen Knöpfers einer nach dem andern in sein zugehöriges Knopfloch.
Und als schließlich die beiden herausfordernd hohen und auffälligen Stiefel an meinen Beinen saßen, hätte jeder darauf geschworen, dass sie für mich nach genauestem Maße gearbeitet worden seien. Die Dornenkrone aber setzte mir Tantchen mit ihrer freundlichen Einladung auf, ein bisschen in den neuen Schuhen durch die Laden zu spazieren.
"O, du Kanaille", knirrschte ich, während ich mich vom Sessel erhob.
"Wie meinst du?", fragte sie scharf. "Glänzend, einfach wundervoll", sagte ich begeistert.
Die Leutchen im Laden, es waren ihrer so viele geworden, dass die vorhandenen Sitzgelegenheiten nicht mehr ausreichten, machten mir bereitwilligst Platz, da sie irgendeine Sensation erwarteten.
Erst freilich wollte ich mich gar nicht recht aufzuschauen getrauen, bald rang sich jedoch in mir die Überzeugung durch, dass, wenn schon eines von beiden, ich meine Tante und mich, nach allgemeiner Ansicht ein bisschen `jeck` sein musste, die Entscheidung darüber, wer von uns beiden es wäre, nicht zweifelhaft sein dürfte.
Dadurch gewann ich meine volle Unbefangenheit wieder und so promenierte ich denn zunächst bedächtig, wie der alte Marabu im Zoo, quer über den Teppich, legte auf Tantes Einladung gehorsam ein bisschen im Tempo zu, um allmählich in das Tempo eines roten Radlers überzugehen.
In dieser Phase meiner fortschreitenden Entwicklung wäre es mir aufs Haar geglückt, die beiden alten Scharteken von gestern über den Haufen zu rennen, die soeben mit steifen Gänsehälsen den Laden betreten hatten.
Da ich aber schon an ihnen vorbei war, ich sah ihren Einzug zufällig in einem der Spiegel, musste ich mich damit begnügen, ihnen bei meiner nächsten Runde einen graziösen Kratzfuß zu servieren, wofür sie mir jedoch weder Dank noch Gegengruß zollten.
Ein Wink Gisels rief mich endlich an meinen Landungsplatz zurück. Dort angekommen, bemächtigte sich Fräulein Lisette abermals meiner Beine.
Ausgezogen waren die stolzen Prachtstiefel, deren schwarze Knöpfe und Nahteinfassungen einen ungemein geschmackvollen Kontrast zu dem hellbraunen Chevreauleder bildeten, erheblich rascher als angezogen.
Schnell musste ich mir noch ein Paar `normaler` Schnürstiefel und hernach ein Paar entzückender dunkelbrauner Schnürschuhe mit breiten seidenen Bändern über den Fuß streifen lassen.
Auf die extravaganten, bis zum Knie reichenden Stiefel hin, mit ihren 9 Zentimeter hohen, frechgeschweiften Hacken, erschienen mir diese korrekten, vornehm einfachen Schuhe und ihre nur sieben Zentimeter hohen, geraden Absätze beinahe wirklich normal.
Endlich hatte ich meine brauen Knopfstiefelchen, in denen ich hergekommen war, wieder an den Füßen. Der geschäftliche Teil wurde von Tante durch Eintrag einer Ziffer, mit der wir zu Hause bei Mutter alle miteinander mindestens ein Jahr hätten gut wirtschaften können, in das Scheckbuch sowie durch Angabe unserer Hotel-Zimmernummer im Adlon erledigt.
In der frischen Luft der Straße erschienen mir die Szenen, als deren Hauptperson ich eben in Mattauschs Laden agiert hatte, wie ein verrückter Traum.
Schüchtern angelte ich mir Tantchens Hand und versuchte einige Dankesworte zu stammeln. Sie wehrte lächelnd ab.
"Du weißt, Bub, dass ich die Mittel dazu habe, jede meiner Launen zu pflegen. Nimm eben meine Vorliebe für elegantes Schuhwerk auch für eine solche. Also Schluss der Debatte. Hier sind wir übrigens bei Gerson, da haben wir allerhand zu besorgen."
Gerson war zur Zeit das feinste und teuerste Damenwäschegeschäft Berlins. Ganze Berge zartester Battistwäsche, aber lauter Damenhemdchen und -höschen, wurden, von Tante ausgewählt, für mich beiseite gelegt.
Zu dumm war nur, dass sie mich andauernd in Gegenwart der netten Verkäuferinnen fragte, wie mir dieses oder jenes Dessin gefiele. Dabei verstand ich bis jetzt wirklich nichts von diesen Spitzengedichten, obwohl mir der Gedanke, besagte Wäsche tragen zu müssen, ganz gewiss nicht abschreckend erschien.
Schwester Monika - Leseprobe
II. Abschnitt
Schwester Monika fährt fort zu erzählen. Ohne Falcks Helden und Menschen in Anschlag zu bringen, sprechen unsere Helden und Menschen sich immer deutlicher aus.
Ich habe Euch unsere Ankunft in Teschen erzählt; Hört nun weiter!
Wir fuhren bei unserer Tante vor. Ich hatte diese Tante noch nicht gesehen; sie hatte so etwas Strenges im Gesicht, daß sie gegen das immer freundliche Antlitz meiner Mutter aussah, wie drei Tage Regenwetter nach einer schönen Frühlingssonne von vier Wochen.
Ei, schon so groß, so hübsch gewachsen! ma niêce! — fing sie gegen mich an.
O ja! gewachsen ist sie, fiel meine Mutter ein, aber — hier sagte sie Tante etwas ins Ohr — die Kenntnis ihrer Natur erstreckt sich schon bis an die Wendezirkel, und da — ihr Herr Zuchtmeister — hat schon Physik mit ihr studiert.
Est-il possible! schrie Tante und legte ihre Hände ineinander.
Gervasius wurde feuerrot, ich schlug die Augen nieder, errötete gleichfalls, und Linchen spielte an ihrer Busenschleife.
Ich wünschte, Schwester — fing meine Mutter an, nachdem sie sich an der Verlegenheit von uns dreien geweidet hatte — dich allein zu sprechen. Willst du nicht so gut sein, diesem Herrn da und meinem Mädchen ihre Zimmer anzuweisen, ich werde diesmal etwas lange bei dir hausen und vieles Geld bei dir lassen.
Sogleich, Schwester, sollst du bedient werden, versetzte jene, schellte gab dem eintretenden Bedienten ihre Befehle, und Gervasius und Linchen verließen mit ihm das Zimmer.
Stell dir vor, Schwester! fing jetzt meine Mutter an, mein Malchen glaubt steif und fest, aus lauter Lust zusammengesetzt zu sein, und die wenigen Begriffe, die ich ihr vom Schmerz; gegeben habe, haben durchaus keine bleibenden Eindrücke je noch auf ihr zurückgelassen. —
Ei, Ei, mon enfant! versetzte Tante, das ist nicht gut! In der Welt wohnt die Lust auf dem Dache bei den Sperlingen, die fliegen davon, wenn es ihnen zu wohl ist; aber der Schmerz liegt wie ein Kettenhund im Hof und muß beständig entweder beißen oder bellen.
Ich will Malchen hier lassen, fuhr meine Mutter fort, weißt du nicht in der Nähe ein Institut für Mädchen ihrer Art, so eines, wo die Lust Ferien hat, und die Unlust den Tag und die Nacht herumtreibt?
Hm, Schwester! wir tun sie zu Madame Chaudelüze, dort lernt sie alles, was verdrießlich macht, und hat dabei nicht einmal Muße, sich darüber zu beklagen.
Wie ich die beiden so reden hörte, wurde mirs angst und wehe, ich konnte meine Tränen nicht mehr zurückhalten.
Ei, wer wird weinen, mon enfant! tröstete die Base, hast du nicht gelesen, was der Apostel Paulus alles gelitten hat, und das war doch ein Heiliger, und du bist eine unzeitige Geburt schnöder Lüste? — Ma Soeur.
Wenn du willst, so wollen wir die Kleine gleich fortschaffen?
Ich fiel bei diesen gewitterschwangeren Worten meiner Mutter zu Füßen; aber da war keine Barmherzigkeit, so wenig als auf dem Gesicht der Tante zu finden.
Ich bin es zufrieden, Jettchen, erwiderte die Mutter und befahl mir aufzustehen.
Weinend gehorchte ich, und die beiden satanischen Weiber nahmen mich zwischen sich und schleppten mich zum Wagen, der noch vor der Tür stand, und nun fuhren wir wieder zu der Stadt hinaus nach einem kleinen Landgute zu, das meine Tante der Mutter in einer ziemlichen Entfernung von Teschens Weichbild zeigte, und dessen edle Simplizität, als wir näher kamen, mich sehr eingenommen haben würde, wenn die Verfassung, in der ich gleichsam aufgelöst, wie ein Embryon in Branntwein mich befand, mir erlaubt hätte, mehr als einen Blick auf die mich umgebenden Gegenstände zu werfen.
Eine große, schöne Frau empfing uns, als wir vorgefahren waren, an der Haustür und führte uns nach einigen gegenseitigen Begrüßungen in einen Salon, wo ein halbes Dutzend junger Mädchen sich mit Sticken und Zeichnen beschäftigten.
Madame Chaudelüze! fing meine Mutter auf französisch an, und Tante lispelte der schalkhaft lächelnden Eros-Philantropinistin etwas zu:
Hier, — meine Tochter wünscht etwas zu lernen, vorher aber den Schmerz zu kennen, der, wie sie nicht glauben kann, unsern Leib eigentlich mehr regiert, als ein Pelzhandschuh den Frost.
Madame Chaudelüze lächelte und sah mich an; ich schlug die Augen nieder und weinte.
Ja, Madame, sagte meine Tante, wir wünschten, daß das in unserm Beisein, und zwar jetzt gleich geschehen könnte.
Madame Chaudelüze lächelte, ging zu einem der Mädchen, nahm eine Schere und winkte mir zu sich.
Zitternd ging ich zu ihr. Meine Mutter und Tante hatten sich gesetzt. Madame Chaudelüze hielt mich zwischen ihren Knieen fest, zog mir den Kopf auf die Seite und sagte: Kind! ich will dir jetzt deine Nase abschneiden.
Barmherziger Gott! schrie ich, riß mich mit Gewalt los und fiel halb ohnmächtig zur Erde.
Schäme dich, Malchen! rief meine Mutter zürnend, dein ganzer Körper ist Schmerz, und du willst den kleinen einer abgeschnittenen Nase nicht ertragen?
Madame Chaudelüze hob mich von der Erde auf und stellte mich mit Gewalt zwischen ihre Kniee.
Hast du noch nie, fragte sie mich, die Geschichte von jenem Frauenzimmer gehört oder gelesen, welches, als sie alle die Uebel erfuhr, die ihre Schönheit unter dem männlichen und weiblichen Geschlecht angerichtet hatte, sich selbst das Angesicht zerschnitt und verstümmelte? Nichts von jenem Jüngling, den ein geiles Mädchen mit Gewalt zur Wollust reizen wollte, und der sich lieber die Zunge abbiß, als ihren Willen tat?
Ja, Kind! ich kann dir sagen, redete meine Mutter hinein, ich bin eifersüchtig auf dein schönes Näschen, und also fordere ich einen Beweis deiner Liebe zu mir.
Mutter! schrie ich, die Hände nach ihr aufhebend, ich bitte Sie um Gottes Willen! der mich doch auch ohne ihr Zutun hätte bilden können, martern Sie mich nicht mit einem so grausamen Scherz.
Malchen! schrie meine Tante und steckte ihre beiden Nasenlöcher voll Schnupftabak, es ist der Mutter völligster Ernst. —
Aber nun fing alles an zu lachen, und eine der jungen Elevinnen, ein Fräulein von Grollenhain, schlug ein so schallendes Gelächter auf, daß uns allen die Ohren gellten.
Ich sehe wohl, fuhr Frau Chaudelüze fort, mit dem Nasenabschneiden ists nichts, und die Ohren schneidet man nur den Dieben ab, die Augen sticht man nur den Vaterlandsverrätern aus, und siedend Blei gießt man nur einem Crassus und allen Geizigen in die gierigen Rachen. Deine fünf Sinne wären also nicht unmittelbar zur Erkenntnis des Schmerzes anzuwenden.
Ich will sehen, ob das nicht auf eine weniger kostspielige Art und Weise und doch zur Versöhnung der Mutter mit deiner Schönheit geschehen kann.
Eregine, holen Sie mir hier im Kabinett das silberne Becken, die Lanzette nebst der Aderlaßbinde, die auf meinem Toilettentisch stehen.
Eregine, eine schlanke, milchweiße Gestalt mit rabenschwarzen Haaren und einem Busen wie Hebe, der halb entblößt hinter der Hülle hervorzitterte, schwebte ins Kabinett und kam sogleich mit dem Verlangten zurück.
Ich stand da wie Butter an der Sonne, zerfloß in Tränen und zitterte wie Espenlaub. Jetzt winkte Madame Chaudelüze Rosalien, der gewaltigen Lacherin, und zweien anderen.
Alle drei stellten sich vor sie hin; jetzt stand Madame. Chaudelüze plötzlich auf, schob mich auf die Seite und sagte zu Rosalie in strengem und gebietendem Tone: Rosalie! Sie müssen sterben. Rosalie, welche die Launen ihrer Lehrerin wohl besser verstehen mochte als ich, versetzte: Mutter! wenn Ihnen mein Tod nützen kann, so nehmen Sie mein Leben hin.
Was nützen! versetzte die Strenge, Sie sind in meiner Gewalt, mir übergeben auf Tod und Leben, und Sie müssen sterben; fassen Sie sie an! fuhr sie zu den beiden neben Rosalie stehenden Schwestern fort, faßt an!
Sie umschlangen sie mit ihren rechten Händen, und — hier nahm Madame Chaudelüze ihnen die Busentücher weg — und der ersten, die jetzt Rosalie in ihren letzten Augenblicken verläßt, stoße ich diesen Dolch in die Brust.
Die Mädchen erblaßten vor dem Ernst der gestrengen Zuchtmeisterin, gehorchten aber und drückten die schon außer sich gesetzte Rosalie so fest zusammen, daß an ihr nichts beweglich blieb, als ihre Lenden und Füße.
Hebt ihr die Kleidung auf bis an den Nabel, befahl Madame Chaudelüze weiter.
Sie zauderten.
Geschwind! oder — hier streifte ihr Dolch auf einer Brust.
Schnell waren Rosalies Kleider bis auf den Nabel in die Höhe gehoben und festgehalten unterm Busen.
Nun kommen Sie, meine Damen! sagte Madame Chaudelüze zur Mutter und Tante, und sehen Sie, wie ich Unartigkeit bestrafe.
Mutter und Tante standen auf und stellten mich in ihre Mitte. Chaudelüze nahm das Becken und die Lanzette und winkte mich zu sich.
Nehmen Sie, Kind! dieses Becken und halten es fest hierher. Rosalie, tun Sie ihre Lenden voneinander. Sie brauchen sich ihrer Schönheit nicht zu schämen; schämen Sie sich ihrer Ungesittetheit, wenn Sie können.
Rosalie öffnete ihre zitternden Lenden, und die ganze Versammlung, Chaudelüze ausgenommen, schrie: Ach Gott! wie schön! und sterben! Ach Gott! Ach Gott!
Jetzt mußte ich das Becken unter Rosalies Scham halten, die Chaudelüze nahm die Lanzette — ein einziger Schlag, dicht über den Rosenlippen, auf dem noch wenig beschatteten Venusberge, und — Rosalies purpurrotes Blut floß. Die Rosen ihrer Wangen erloschen nach und nach, und der Schrecken mehr, als daß sie ihr Blut fließen sah, (was denn auch wirklich...
Frank und ich; Erich von Bernini-Bell – Leseprobe
England um 1900: Der Aristokrat Charles liest auf der Landstraße einen jungen Streuner auf, der sich Frank nennt. Der Kleine scheint gute Manieren zu haben, doch an Gehorsam mangelt es ihm gewaltig. Als Charles das kleine Früchtchen übers Knie legt, macht er eine überraschende Entdeckung: Unter den groben Lumpen findet sich ein raschelndes Seidenhöschen - und darin ein zarter Mädchenpopo! Als Junge getarnt, hatte Frances gehofft, den Gefahren der Landstraße zu entgehen. Charles nimmt das blutjunge Mädchen unter seine Fittiche, doch die Erziehung der neugierigen Jungfrau verlangt seiner Rute einiges ab - denn Frances ist schnell auf den Geschmack der Flagellation gekommen ...
In England unter dem Titel 'Frank and I' anonym erschienen, gehört dieser Roman zu den erotischen Klassikern der Viktorianischen Epoche. Die rigide Sexualmoral der Zeit wird hier auf den Kopf gestellt - 'Frank und ich' ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie die erotische Fantasie körperlicher Züchtigung den Schrecken nimmt und umdeutet: Anstatt als Strafe erfahren, wird sie zur Quelle sexuellen Genusses. In Deutschland erschien der Roman unter dem kunstvollen Pseudonym Erich von Bernini-Bell.
I. KAPITEL
SELTSAME BEGEGNUNG * ER WILL ZUR SEE GEHEN • DER GUTE SAMARITER * FRANK WIRD NEU EINGEKLEIDET
An einem wunderschönen Septemberabend - es ist jetzt zwanzig Jahre her - ging ich eine Chaussee in Hampshire entlang. Ich kam von einer Rebhuhnjagd und wollte nach Hause, freute mich schon auf das reichliche Abendessen und war mit mir und der ganzen Welt zufrieden.
Mit gutem Grund! Meine Hunde hatten sich trefflich bewährt, die Jagdausbeute konnte sich sehen lassen!Ich war dreißig Jahre alt und Junggeselle; was ich übrigens noch heute bin. Ich lebte mit einer Anzahl von männlichen und weiblichen Bedienten auf einem alten Landsitz, der schon seit mehreren Generationen meiner Familie gehörte.
Sechs Uhr war vorüber, und die Strahlen der sinkenden Sonne drangen durch die belaubten Äste der die Straße säumenden Bäume. Auf dem staubigen Weg mischten sich das goldene Sonnenlicht und düstere Schatten zu einem malerischen Bild.
Abenddämmerung. Kein Laut, außer dem Zwitschern unsichtbarer Vögel, störte die Ruhe. Nichts Lebendes zeigte sich weit und breit, bis auf einen Burschen, der einige hundert Schritte vor mir langsam dahinwanderte.
Da ich schnell ging, hatte ich ihn bald eingeholt; gerade wollte ich an ihm vorübergehen, als er mich nach der Zeit fragte. Ich sagte sie ihm, und während ich den Gang verlangsamte, ließ ich mich mit ihm in ein Gespräch ein.
Ich paßte mich seinem Tempo an, denn der Knabe hatte ganz offensichtlich wunde Füße. Anfangs war er wortkarg, aber durchaus nicht schüchtern oder im Wesen linkisch. Es schien ihn zu freuen, daß er auf der menschenleeren Straße Begleitung gefunden hatte.
Er war wohl dreizehn Jahre alt, schlank gebaut und von hübschem Aussehen; er hatte sehr kleine Hände und Füße, kurzes, lockiges blondes Haar und blaue Augen. Er trug ein Jacket aus lichtem Tuch, Hosen aus dunklem Kammgarn, Schnürschuhe und einen weißen Strohhut; ich sah, daß die Sachen noch neu waren, wenngleich der Straßenstaub ihnen die Frische genommen hatte.
Der Knabe hatte eine ruhige, selbstbewußte Art, drückte sich gewählt aus, und seine Sprechweise deutete auf eine gute Erziehung hin. Er war in jeder Hinsicht ein vollendeter kleiner Gentleman.
»Du scheinst müde zu sein«, bemerkte ich. »In der Tat, das bin ich. Ich habe heute vier Meilen zurückgelegt.«
»Das ist viel für einen kleinen Kerl, wie du's bist. Wohin geht's denn?«
»Ich will nach Southampton und dann zur See«, antwortete er freimütig. »Ah, wirklich«, sagte ich erstaunt. Wir waren nämlich noch volle fünf Meilen von Southampton entfernt. »Du wirst doch nicht den ganzen Weg zu Fuß zurücklegen«, zog ich ihn auf.»Das werde ich. Ich habe nicht so viel Geld, um mit der Eisenbahn fahren zu können«, erwiderte er errötend.
Mir war sofort der Verdacht gekommen, der Kleine sei der Schule durchgebrannt. Auch war mir klar, daß kein Kapitän solch einen zartgebauten Knaben in Dienst nehmen würde, so daß dieser bald gezwungen wäre, sich wieder an seine Angehörigen zu wenden.
»Wie alt bis du? Ich glaube nicht, daß du stark genug bist, um jetzt schon einen Matrosen abzugeben«, sagte ich.»Ich werde fünfzehn und bin kräftiger als ich aussehe.«Ich glaubte ihm dieses Alter nicht, zumindest sah er nicht danach aus. »Immerhin kannst du heute Nacht nicht viel weiter gehen. Was willst du essen, und wo willst du schlafen?« forschte ich.
»Ich habe noch etwas Geld und will im ersten Gasthaus, das auf dem Wege liegt, Brot und Käse kaufen. Schlafen werde ich, wie gestern nacht, in einem Heuschober.
«Ich lachte, mußte aber des Burschen Energie bewundern.»Du bist wohl der Schule davongelaufen? Werden deine Eltern nicht böse sein und sich um dich ängstigen?«Er sah mich voll an und sagte mit einem leisen Anflug von Traurigkeit in der Stimme: »Ich habe weder Vater noch Mutter, und ich habe auch keine Schule im Stich gelassen.«
»Aber Verwandte vielleicht oder Freunde?« fragte ich. »Ich habe weder Verwandte noch Freunde«, kam es heiser aus seinem Munde. Seine Augen füllten sich mit Tränen, die er sofort wegwischte. »Du mußt doch aber bei jemand gelebt haben? Sag mir ruhig alles.
Du brauchst keine Angst zu haben; ich werde mich nicht in deine Angelegenheiten mischen. Vielleicht kann ich dir auf deinem weiteren Wege behilflich sein.«
Er zögerte einen Augenblick, dann sagte er: »Mein Vater diente als Offizier. Er und meine Mutter sind vor fünf Jahren in Indien gestorben. Mich schickte man auf eine in der Nähe Londons gelegene Schule, wo ich bis vor einem halben Jahre blieb.
Dann ging wohl, wie ich glaube, das mir hinterlassene Geld zu Ende, und ich wurde von Leuten ins Haus genommen, bei denen ich bis vorgestern wohnte.
Ich will Ihnen weder den Namen noch den Wohnort dieser Leute nennen; ich könnte Ihnen auch beim besten Willen nicht sagen, warum sie mich aufnahmen, da sie nichts dafür bezahlt bekamen und ich in gar keinen Beziehungen zu ihnen stehe.
Ich hatte sie weder je gesehen noch von ihnen gehört, bis sie mich von der Schule fortführten. Bis vor kurzem waren sie nicht unfreundlich zu mir, und sie wurden es erst, als ich mich weigerte etwas zu tun, das sie von mir verlangten. Da mißhandelten sie mich und drohten mir mit dem Hinauswurf. Ich blieb fest, und sie jagten mich davon.
Vor zwei Tagen bin ich fort, mit der Absicht, Matrose zu werden.«Die Geschichte klang ziemlich unwahrscheinlich, aber er brachte sie zusammenhängend und treuherzig vor, und in seiner Stimme lag etwas Aufrichtig-Sympathisches.
Forschend betrachtete ich ihn und nahm ihn ins Kreuzverhör, um ihn in Widersprüche zu verwickeln; er ließ sich aber nicht im geringsten verwirren und erzählte jede Einzelheit wie beim ersten Male.
Er lehnte es jedoch höflich aber entschieden ab, Gründe für sein Verhalten anzugeben. Augenscheinlich war es ihm nicht entgangen, daß ich ihm nicht recht glaubte, denn mit erhobenem Kopf, glühendem Gesicht und bebenden Lippen sagte er stolz: »Ich bin kein Lügner und habe die reine Wahrheit gesagt. Ich habe nichts Unrechtes getan.«
Er machte einen solch offenherzigen Eindruck, und sein Blick ruhte so fest und ohne mit der Wimper zu zucken in meinem, daß ich anfing, an die Wahrheit seiner Geschichte zu glauben. Wenn sich alles wirklich so verhielt, war er sehr zu bedauern, denn es war keine Kleinigkeit für diesen schwächlichen und anscheinend verzärtelten Jungen, sich durch die Welt zu schlagen.
Irgendwo mußte aber in der Sache ein Geheimnis stecken. Da ich anfing, mich für den Burschen zu interessieren, beschloß ich, ihn nach Hause zu nehmen, ihm ein Essen zu geben und über Nacht zu beherbergen. Ich teilte ihm meinen Entschluß mit und sagte: »Am Morgen werde ich sehen, was ich für dich tun kann.«
Die Züge des Knaben hellten sich auf; dankbar sah er mich an und rief bewegt aus: »Oh, ich danke Ihnen! Danke vielmals! Sie sind zu gütig.« »Schon recht. Komm ein wenig rascher. Ich wohne ganz in der Nähe.«
Wir schritten scharf aus. Der Junge wurde zutraulicher, erzählte mir, daß er Frank hieß, daß er nur noch sechs Pence besitze und daß er in der vorhergegangenen Nacht im Heuschober nicht besonders geschlafen habe. Bald waren wir vor den Toren meines Besitzes und gingen die lange gewundene Allee zum Haus hinauf, dessen erster Anblick einen großen Eindruck auf den Knaben zu machen schien. Er hatte jedenfalls ein gutes Verständnis fürs Pittoreske.
»Ah!« stieß er hervor, »welch schönes altes Gebäude, welch prächtiger Garten!« Mich freute der ungekünstelte Ausdruck seiner Bewunderung. Ich war stolz auf das eigenartige alte Haus mit den unregelmäßig gebauten Giebeln, den winkligen Türmchen, den mit tiefliegenden Mittelpfosten abgeteilten Fenstern. Die schwere Eingangstür aus massivem Eichenholz zeigte das Wappen meiner Familie.
In der Halle erwartete mich schon mein Kammerdiener Wilson, um mir das Gewehr abzunehmen. Er war das Muster von einem Diener; er war stets um mich und hatte sich an alle meine Eigenheiten gewöhnt, die mitunter schwer zu ertragen waren.
Als ich ihm daher auf trug, den verstaubten jungen Fremdling in ein Schlafzimmer zu führen, ihm ein Bad herzurichten und nach seinen Wünschen zu sehen, verriet er nicht das geringste Erstaunen. Er führte den Gast sofort ins obere Stockwerk. Ich suchte mein Zimmer auf, nahm ein Bad, kleidete mich um und ging dann ins Wohnzimmer, wohin auch bald der von Wilson geführte Knabe kam.
Frank, wie ich ihn im Stillen schon nannte, sah nach dem Bade frisch und sauber aus. Sein Anzug war gebürstet, seine Schuhe gewichst worden....
.
Tantris: Das Fünfeck / Leseprobe
Kapitel 1 Erik und Raoul
„Gott sei Dank, Erika ist fort!“
Mit diesem Ausruf schloss Erik, der sechzehnjährige, blonde und blauäugige hübsche Junge die Tür von Erikas, seiner Zwillingsschwester behaglichen Mädchenstübchen und drehte den Schlüssel um.
„Nun wollen wir mal sehen, ob ich in Mädchenkleidern steckend, wirklich meiner lieben Schwester Erika zum Verwechseln ähnlich sehe, wie dies mein lieber guter Freund Raoul, mein Intimus und Erikas unglücklicher Anbeter mir immer bis zum Überdruss erklärt!“
Die kleine zierliche Stutzuhr auf Erikas weißem Nachttischchen schlug mit silbernem Klange viermal.
„Vor sieben kommt Erika von der Geburtstagsfeier bei Grete bestimmt nicht wieder, um fünf wollte ja Raoul zu mir kommen. Wie schön wäre es, spielte ich an Erikas Stelle einmal die ihn erhörende Geliebte?
Das gäbe ja einen unbezahlbaren Spaß! Sicher, ich tu`s!“
Nach diesen halblaut gemurmelten Worten machte sich Erik lustig und unverzagt ans Werk, seine Kostümierung als Erika in die Tat umzusetzen.
Der Kleiderschrank, der auch Erikas Wäsche enthielt, war zu Eriks Befriedigung nicht unzugänglich, denn der Schlüssel steckte im Schloss.
Entschlossen öffnete Erik die beiden weißen Türen, deren eine einen großen, ovalen Facettenspiegel trug, und ein zarter verführerischer Lavendelduft wehte ihm entgegen. Ein ganz eigenes Gefühl durchströmte ihn, als er alle die blendend weißen mit farbigen Seidenbändchen durchzogenen Wäschestücke in sauberen kleinen Stapeln in den Fächern liegen sah.
Liebkosend strich er mit der Rechten über ein Bündel, das sich bei näherer Prüfung als aus Hemdhöschen bestehend erwies, lockend mit hellvioletten Bändchen und Schleifchen verziert.
Sollte er eines von diesen?
Doch nein! Erika hatte ja auch noch die neuen koketten, ganz kurzen Springhöschen mit dem raffiniert schrägen, seitlichen Schnitt, der die Schenkel bis fast zur Hälfte frei ließ.
Die zierliche Ausschnittstickerei daran machte sich sicherlich auf dem schwarzen Untergrund der langen Seidenstrümpfe ganz besonders gut!
Es waren doch solche Strümpfe da? Richtig, da lagen sie ja in einem ganzen Paket, und, siehe da, auch Strumpfbänder in vielen Farben!
Jaja! Erika verstand sich aufs Anziehen, das musste man ihr wirklich lassen.
„Wie sich doch so ein Mädchen auf die Verpackung versteht!“, murmelte Erik vor sich hin und traf dann mit Geschmack und viel Sorgfalt seine Wahl.
Außer dem schon erwähnten Springhöschen wählte er ein dazu passendes Trägerhemdchen, schwarze lange Seidenstrümpfe, die fast bis zur Hüfte reichten, hellviolette Ringstrumpfbänder, einen weißen, reichbestickten Prinzessunterrock und ein königsblaues Hängerkleidchen mit weißen Spitzenapplikationen.
Nun noch ein paar hochhackige schwarze Lackschuhchen und Seidenschleifchen – wie gut, dass er auch einen solch zierlichen kleinen Fuß hatte wie sein liebes Schwesterchen – und nun rasch ans Umkleiden!
Mit einigen raschen Bewegungen hatte sich Erik seiner wenigen Jungensachen entledigt, es waren ja nur Kittel und kurze Hose, Strümpfe, Schuhe und Hemd mit breitem weißen Kragen, eine Tracht, die Erik jeder anderen vorzog, wenn – es sich nicht gerade um Mädchenkleidung handelte…
Strahlend in seiner jugendlichen Schönheit stand nun der Ephebe nackend da.
Sein Blick fiel in den großen Spiegel am Schrank, und was er nun dort erblickte, erfüllte ihn mit ganz eigentümlicher hoher Freude!
In der Tat, er glich Erika ganz ungemein: dieselben blauen schelmischen Augen, derselbe blonde Wuschelkopf, wenn auch sein Bubikopf nicht so langes Haar aufzuweisen hatte wie der seines Schwesterchens, und dann – eine Blutwelle huschte über sein Antlitz – fast genau derselbe volle Busen, wie bei Erika, ebenso umfangreich, fest und prall steckten vielleicht seine weißen Kätzchen ihre rosigen spitzen Schnäuzchen, die fast himbeerfarbenen Brustwärzchen nicht ganz so verwegen in die Luft wie die von seiner Schwester.
Dieser kaum merkbare Unterschied war auch wirklich der einzige.
Wie oft schon hatten seine Schulkameraden ihn wegen seiner üppigen Brust beim Baden und beim Turnen geneckt und ihn, den allgemein Beliebten, mit einem bewundernden Unterton in der Stimme Erik-a genannt. Nun gut, heute würde er Erika sein..
Allerdings, das schlanke Gebilde dort in seinem Schoß, das von einigen dicjten und krausen Löckchen gekrönt war, passte wiederum bedeutend weniger zu einem Mädchen!
Rasch entschlossen klemmte er den Pylorus nach hinten zwischen seine mädchenhaft üppigen Schenkel und war nun die Mädchenhaftigkeit seines bisher androgynen Spiegelbildes durch nicts mehr getrübt.
Wohlgefällig lächelte er ihm zu.
Nachdem er sich genug bewundert hatte, es verging darüber eine ganze Weile, ließ sich nun Erik auf einem bequemen Hocker nieder und zog mit innigem Behagen die langen Seidenflorstrümpfe über, durch deren feine Maschen seine ambrafarbene Haut schimmerte.
Die violetten Strumpfbänder kamen nun daran, hoch über dem Knie befestigt, gewährten sie mit ihren Seidenschleifen einen anregenden Kontrast zur Haut und der glänzenden Schwärze der Strümpfe.
Erik konnte es sich nicht versagen, wieder mit seinem reizenden Spiegelbilde zu kokettieren.
Er begriff völlig den Reiz der Situation, den diese für Männer geschaffen haben würde, wenn Erika an seiner Stelle gewesen sein würde.
Eriks Brust entrang sich ein tiefer, quälender Seufzer. Es müsste doch schön sein, wenn man auch einmal Mädchen, oder noch besser einmal Mann und dann wieder Mädchen, je nach Wunsch, sein könnte!
Nun kam das zarte Trägerhemdchen, dass die reizende Zäsur zwischen seinen Brüsten mit ihrer schwellenden Rundung verlockend genug zur Geltung brachte.
Jetzt das allerliebst neckische Höschen – und Erik konnte einen Ausruf des Entzückens nicht unterdrücken, als er sich nun im Spiegel wie einem wirklichen Mädchen zulächelte.
Rasch zog er sich die Schuhe an und warf sich dann mit einigen koketten Gebärden vor dem Spiegel den Prinzessrock und das Kleid über.
Und nun noch Schmuck? Nein, lieber nicht, er war so schön genug, doch die goldene Schlange für den nackten Oberarm mochte noch angehen.
Die trug Erika sonst immer, warum nicht heute? Nun, ihm kam dieser Umstand gut zupass.
Freudig betrachtete er nun wieder und immer wieder sein Werk im Spiegel, aus dem ihm zum Verwechseln ähnlich seine geliebte Erika entgegenlachte.
Nur – die Frisur, kurz waren ja seine Haare nicht, doch der Unterschied in der Länge im Vergleich mit denen Erikas immerhin unverkennbar, trotz deren reizenden Bubikopf.
Doch was hing dort am Bettknauf? Ein allerliebstes Morgenhäubchen aus weißem Spitzenstoff mit blassblauem Banddurchzug.
Gott, man konnte sich ja das Haar eben gewaschen haben! Damit setzte er es mit großer Geschicklichkeit auf. Nunmehr ließ sich kein Unterschied mit Erika mehr feststellen.
Erik-a raffte nun seine Jungensachen zusammen, schloss den Schrank auf, zog die Vorhänge auf und verließ nach einem letzten langen und verliebten Blick in den Spiegel das sonnendurchflutete Zimmer.
Erik ging durch den Korridor in die Bibliothek, griff auf Geratewohl einen Band heraus und sprang dann über die Brüstung des Balkons mit einem gewandten kühnen Satz in den schattigen Garten.
Unter einer alten Linde standen allerhand bequeme Korbmöbel, darunter auch Erikas Lieblingsmöbel: ein weißlackierter Schaukelstuhl.
Er ließ sich graziös hineinfallen und vertiefte sich alsbald, den Stuhl sanft schaukelnd, in seine genussreiche Lektüre.
Von einem nahen Kirchturm erklangen fünf nachhallende Schläge und in dem Kies des Gartenwegs wurden zunächst rasche, dann aber bald zögernde Schritte vernehmbar…
Das Liebesphänomen - Leseprobe
Gaby protestierte. Sie sei noch nicht fertig, behauptete sie, und Onkel Michael hätte drin bleiben sollen. Jetzt kitzele sie das Loch ganz schrecklich - und sie möchte auch so schrecklich gerne spritzen.
"Spiel ein bisschen an dir", antwortete ihr die Mutter kurz und bündig.
"Onkel Michael wird dir zusehen, und wenn du brav bist, bekommst du vielleicht noch eine kleine Portion!"
Michael sah, wie sich die Hand gehorsam anschickte, das süße Löchlein zu bearbeiten, das er soeben mit viel Bedauern verlassen hatte.
Gaby rieb so geschickt mit dem Zeigefinger in der Spalte herum, die übrigen Finger ungemein zierlich in die Luft spreizend.
Die andere Hand hatte sie auf ihre Brust gelegt und drückte mit ihr daran herum, dass sie nach kurzer Zeit ganz rot wurde. Dabei fuhr sie ich mit der rosafarbenen Zunge begehrlich über die Lippen, sie so weit wie möglich herausstreckend, wie wenn sie mit ihr um jeden Preis die ganz starr in die Luft ragende Brustwarze erreichen wollte.
Das gab Michael den Rest. Er war schon wieder steif wie ein Stock, und keine Macht der Welt hätte ihn hindern können, von seinem Vorhaben abzusehen.
"So, Michael, obzwar es die Hexe gar nicht verdient hat, machen Sie ruhig noch einen Versuch!", feuerte ihn Madame Henriette an.
Und er bedurfte diesmal auch gar nicht ihrer Hilfe, denn Gabi hatte blitzschnell seinen mächtigen Stab erwischt und ihn ebenso rasch dort untergebracht, wo er ihrer Ansicht nach eigentlich immer hingehörte.
Diese Phase war noch aufregender für Michael als die vorangehende.Gaby war in maßlose Erregung geraten, ihre Grotte troff von dem süßen Schleim, den ihr Spiel dort produziert hatte, und als sie die mächtigen Stöße eine Zeitlang mit weit auseinandergehaltenen Schenkeln aufgefangen hatte, entschwand sie plötzlich mit einer eleganten Bewegung dem ganz verblüfften Michael und präsentierte ihm ihr dralles Hinterteil, indem sie ihn unverfroren aufforderte:
"Bitte, lieber Onkel Michael, mach mir`s jetzt von der Seite!"
Der liebe Onkel ließ sich das nicht zweimal sagen und rammte das süße Loch aus dieser Richtung mit unverminderter Wucht, wobei der Anprall auf die harten Hinterbacken auf ihn noch stimulierender wirkte.
Frau Dumoulin hatte sacht an seinen wohlgefüllten Sack gegriffen und eine ungemein Nerven aufpeitschende Massage begonnen.
"Vergessen Sie nicht, aufzupassen, Michael", warnte sie unseren Freund, als sie an der erhöhten Heftigkeit seiner Stöße das Herannahen des Höhepunktes erkannte, und gleich darauf hatte sie die Gelegenheit, im hohen Bogen das herausspritzen zu sehen, was sich eine Sekunde später ohne ihre Wachsamkeit in den Schoß des Mädchens ergossen hätte.
Sie hatte Michael förmlich zurückreißen müssen, nun hielt sie sein Glied gepackt und rieb es emsig, um ihn die herbe Unterbrechung nicht zu sehr fühlen zu lassen.
Gabi sah sich wieder betrogen; laut wimmernd hatte sie nochmals zu dem Aushilfsmittel von vorhin gegriffen, und versuchte, sich auf diese Art Ersatz zu schaffen.
Michael hatte sie jedoch nicht aus den Augen gelassen, und lag schon im nächsten Augenblick mit dem Kopf zwischen ihren Beinen, ihre ganz nasse Spalte mit der Zunge bearbeitend. Und diesmal kam die Arme endlich auf ihre Rechnung.
Gaby kreischte laut vor Lust, sie strampelte mit den Beinen in der Luft und presste Michaels Kopf mit beiden Händen derart zwischen ihre Milch weißen Schenkel, dass er dem Ersticken nahe kam.
"Oh, bitte - noch - ein - mal - ich möchte so gern noch einmal geliebt werden....Es - war - sooo - guut", bettelte sie mit ersterbender Stimme, die vor Geilheit vibrierte.
Drei Schwestern und ihre Mutter - Leseprobe
Kapitel I
»Wahrhaftig, Sie sind ein recht rascher Angreifer«, sagte sie. »Wir ziehen eben hier ein, Mama, meine Schwester und ich. Heute treffen wir uns auf der Treppe, Sie umarmen mich, schieben mich zu Ihrer Tür herein, die Tür geht zu ... Und nun?«
»Ach, das ist nur der Anfang«, sagte ich mit vorsichtigem Nachdruck.
»So, sieh mal an! Sie wissen nicht, daß hier unsere zwei Wohnungen zusammentreffen? Daß es hier zwischen ihnen nichts als eine gottverdammte Tür gibt? Und daß ich keine Not haben werde, mit Ihnen zu kämpfen, wenn Sie nicht vernünftig sind, mein Herr! Ich brauche nur zu rufen: Diebe! Räuber! Überfall!«
Diese Drohung sollte mich wohl einschüchtern, aber sie erst machte mich sicher. Meine Skrupel verflogen, und meine befreite Lust machte einen Luftsprung.
Die junge Dame von fünfzehn Jahren, die ich so gefangen genommen hatte, hatte kohlrabenschwarzes Haar, halblang mit Nackenrolle, eine seidene Bluse, einen blauen, kurzen Jungmädelrock und einen kupferfarbenen Gürtel.
Rank, braun und leise zitternd wie ein Rassepferd vor dem Dogcart vor mir stehend, preßte sie die kleinen Pfoten und senkte den Kopf, ohne die Augen zu senken, als wenn sie Lust hätte, mit Hörnern zu stoßen wie ein Böckchen.
Ihre Worte sowohl wie ihre anscheinende Bereitwilligkeit reizten mich sehr, sie gleich herzunehmen. Indessen glaubte ich nicht, daß die Sache so schnell gehen sollte.
»Wie heißen Sie?« sagte sie.
»Xaver, zwanzig Jahre alt. Und Sie?«
»Ich, Mauricette, vierzehneinhalb. Wie spät ist es denn?«
»3 Uhr.« – »3 Uhr?« sagte sie nachdenklich.
»Möchten Sie mit mir ins Bett gehen?« Platt über diese Frage, die ich am allerwenigsten erwartet hätte, trat ich einen Schritt zurück, anstatt zu antworten.
»Hören Sie«, sagte sie, den Finger an die Lippen haltend: »Schwören Sie, leise zu sprechen, mich um 4 Uhr gehen zu lassen. Schwören Sie – überhaupt ... Nein, ich will sagen, zu tun, was mir gefällt. – Aber wenn Sie das nicht wollen – schwören Sie mir, nichts zu tun, was mir nicht gefällt.«
»Ich schwöre alles, was Sie wollen!«
»Gut, ich glaube Ihnen, ich bleibe!«
»Ja, ja! Das ist wahr!« sagte ich.
»Oh«, sagte sie lächelnd, »daß ich nicht, um gleich lang hinzuschlagen.«
Herausfordernd und munter wie ein Kind streichelte und knetete sie den Stoff meiner Hose über dem, was sie darin wohl zu finden wußte, ehe sie zu dem Hintergrund des Zimmers trat, um Kleid, Wäsche und Schuhe abzulegen. Dann hielt sie ihr Hemd mit beiden Händen wie ein Segel und sagte: »Soll ich ganz nackt sein?«
»Soll ich das auch beschwören? Also, bei meiner Ehre und Seligkeit ...«
»Werdet Ihr es auch niemals zu bereuen haben?« sagte sie, auf mein feierliches Pathos eingehend. »Niemals! Dann ... wenn ich bitten darf, hier, meine kleine Mauricette!«
Wir legten uns Arm in Arm auf mein breites Bett. Sie suchte meinen Mund. Sie schloß die Lippen fest auf meine und kam mit ihrer Zunge tief und süß. Bald schloß sie ganz die Augen, bald öffnete sie sie wie plötzlich erwachend. Alles an ihr war vierzehn Jahre – ihr Aussehen, ihre Küsse und ihre kecke Nasenspitze. Schließlich gab sie einen Laut von sich wie ein kleines Tier im Schmerz. Unsere Lippen fanden sich und trennten sich im reizvollen stetigen Wechselspiel. Da ich nun ja nicht wußte, was für geheimnisvolle Tugenden ihr nicht zu rauben, ich hatte schwören müssen, sagte ich aufs Geratewohl ein paar Albernheiten, um hinter diese Geheimnisse zu kommen, ohne danach fragen zu müssen.
»Ach, wie niedlich ist das, was du da auf der Brust hast. Wie heißt denn das in der Gärtnersprache?«
»Schlummerkissen!«
»Und dieser kleine Persianerpelz unter dem Bauch? Ist es denn Mode, Rauchwerk im Juli zu tragen? Frierst du da unten?«
»Nicht so oft!«
»Und das? Ich ahne gar nicht, was das sein mag!«
»Du ahnst es nicht«, sagte sie ein bißchen höhnisch, »du wirst es selber sagen, was es ist!«
Mit der Harmlosigkeit der Jugend spreizte sie ihre Schenkel, zog sie mit beiden Händen an sich an und öffnete ihren weichen Schoß ... Meine Überraschung war jetzt um so lebhafter, als die Frechheit der Stellung nicht auf eine solche Entdeckung vorbereitet hatte, die folgte.
»Eine Jungfernschaft«, rief ich aus.
»Und eine feine!«
»Ist sie für mich?« Ich dachte, sie würde nein sagen, ja, ich will gestehen, daß ich es hoffte. Denn es war eine von diesen unzerstörbaren Jungfernschaften, wie mir schon zwei unter die Finger gekommen waren. Ach, ich hatte schon genug davon. Nichtsdestoweniger war ich erstaunt, Mauricette auf meine Frage antworten zu sehen, indem sie mit einem ganz mokanten Gesicht einen Finger unter der Nase langstrich, als ob sie sagen wollte: »Pfeif darauf« oder noch anders. Und da sie selbst das vor meinen Augen so offen zeigte, was sie nicht zu berühren geboten hatte, trieb mich die Necksucht, ihr zu sagen:
»Sie haben aber schlechte Gewohnheiten, wenn Sie allein sind, mein Fräulein!«
»Ja, warum siehst du dir das an?« sagte sie und schloß die Schenkel. Dieses Wort machte mehr als alles andere ihre letzte Scheu verschwinden. Weil es nun heraus war, was nützte es noch, zu schweigen, sie fing richtig an zu prahlen. Mit einem richtigen Spitzbubenlächeln ihren Mund immer und immer wieder auf den meinen drückend, sagte sie ganz leise:
»Ich wichse, ich wichse, ich wichse, ich wichse, ich wichse, ich wichse, ich wichse, ich wichse.«
Je öfter sie es sagte, desto lustiger wurde sie. Nach diesem ersten losgelassenen Wort folgten die anderen hinterher, als ob sie nur auf ein Signal zum Auffliegen gewartet hätten.
»Du kannst sehen, wie ich entlade!«
»Das möchte ich gerne sehen, wahrhaftig!«
»Gib mir deinen Schwanz!«
»Wohin mit ihm?«
»Finde doch!«
»Was ist denn verboten?«
»Meine Jungfernhaut und mein Mund!«
Da man zum Gefühl des Weibes nur auf drei Wegen reisen kann ... und da ich einen im Ahnen von sehr schwierigen Geheimnissen ungeheuerlich geübten Geist habe – so begriff ich schon.
Aber diese neue Entdeckung schnitt mir das Wort vom Munde ab. Ich sagte nichts. Ich stellte mich stumm und dumm, um mir von Mauricette selbst ihr Geheimnis erklären zu lassen. Sie lächelte und seufzte, dann warf sie mir einen Blick zu, der deutlich sagte: Gott, was gibt es für dumme Luder! Schließlich wurde sie unruhig und fing an zu fragen:
»Was möchtest du machen? Was möchtest du am liebsten?«
»Richtig liebhaben, mein Fräulein!«
»Aber das ist verboten. Und was liebst du denn ganz und gar nicht?«
»Ach, diese kleine Handvoll da unten, sie ist zu niedlich. Ich will weiter nichts als dies auf der Welt.«
»Es geht nicht, daß ich ...«, machte sie zu äußerster Verwirrung ...«es kann mir nicht kommen. Du wolltest meinen Mund?«
»Du hast ihn mir ja gern gegeben«, stellte ich mich dumm an. »Nein, es war nicht derselbe Mund.« Mauricette verlor die Ruhe, sie wagte nicht mehr zu sprechen, glaubte alles verloren. Es war Zeit, auf dieses verzweifelte Gesicht ein Lächeln wieder zurückzuzaubern.
Eine meiner Hände, die sie fest an sich gedrückt hielt, schob sich ganz leise an die gewünschte Stelle, nachdem sie bereits daran gezweifelt hatte, daß ich sie annehmen oder überhaupt nur begreifen würde, worauf sie hinauswollte. Das erschreckte Kind sah mich an, sah, daß mein Gesicht nicht ganz ernst war, und ging los mit einer so jähen Verwandlung, die mich erzittern ließ. »Ach, Halunke«, schrie sie, »du Tier! Du Kerl! Du Hurenkerl! Du Schwein!«
»Aber, willst du schweigen!«
»Über eine Viertelstunde tut er so, als ob er nichts ahnt, und macht sich lustig über mich, weil ich nicht weiß, wie ich es sagen soll.« Dann kam sie wieder mit gutem Humor in ihren alten Gassenjungenton und ohne die Stimme zu erheben, aber Nase an Nase, sagte sie: »Wenn ich nicht solche Lust hätte, verdientest du, daß ich mich anziehe.«
»Lust auf was?«
»Daß du mich in den Popo vögelst!« sagte sie lächelnd. »Ich habe es dir doch gesagt. Und auf mir, du hast doch immerfort zugeschaut. Ich verstehe nicht alles zu tun, aber ich weiß es doch zu sagen.«
»Das ist ja ... ich bin aber nicht sicher, richtig gehört zu haben.«
»Ich habe Lust, mich in den Popo vögeln zu lassen, und du sollst mich dabei beißen. Mir ist auch ein böser Mensch lieber als ein Tapermichel.«
»Pst, Pst, Mauricette.«
»Und dann heiße ich Ricette, wenn man mich in den Hintern vögelt!«
»Also, sei nun still! Es gibt hier nur ein Mittel, du willst?« Nicht enttäuscht und vielleicht sogar noch ein wenig mehr erregt, teilte sie mir mit vollen Lippen Küsse aus und sagte, wohl um mir Mut zu machen: »Dein Ding ist hart wie Stein, aber ich bin nicht pimpelig, und mein Popoloch ist recht solide gebaut.«
»Keine Vaseline? Desto besser!«
»Oh, na, na, warum nicht gleich einen Handschuh weiter?« durch eine kurze Schwenkung drehte sie mir den Rücken, legte sich auf die rechte Seite und spielte mit dem feuchten Finger mit sich selbst ohne weitere Einleitung am Heiligtum ihrer Scham. Dann mit einer amüsanten Geste schloss sie die Lippen ihrer Jungfernschaft, und daran tat sie gut, denn ich würde wirklich geglaubt haben, ich dringe dort ein, trotz meiner Eide. Der nasse Finger, genug für sie war für mich wenig genug. Ich fand aber wirklich, dass sie nicht »wehleidig« war, wie sie...
Josefine Mutzenbacher: Mein Leben / Leseprobe
Denselben Nachmittag noch ging mir ein Mann in einem Samtanzug nach. Er sah aus wie ein Italiener, hatte schwarze Augen, und wie es damals besonders bei Italienern und Franzosen üblich war, einen schwarzen Ziegenbart. Ich bog in die Seitenstraße ein, denn es war am Graben und erst zwei Uhr Mittag. In dem schon erwähnten Haustor wartete ich auf ihn. Er kam herein und nahm mich im finstern Torwinkel sogleich bei der Brust, die er aber mehr so abgriff, als untersuche er mich, als um zu spielen.
»Na, was ist?« fragte er.
Das fragten so ziemlich alle. Und ich sagte darauf: »Soll ich vorausgehen? Es ist nicht weit.«
»Wo?« fragte er.
»In der Schönlaterngasse ...«
»Nein ...«, meinte er, »ich will gar nicht zu dir kommen ...«
»Gut«, sagte ich lächelnd, denn auch darauf war ich vorbereitet, »bleiben wir da ...«
»Da?« Er war erstaunt.
»O ja«, beruhigte ich ihn, »auf der Stiege ... da wohnt niemand ..., da können wir alles tun ...«
Er wollte auch das nicht. »Komm zu mir«, ... verlangte er.
»Ist es weit?« Ich zeigte Mißtrauen. »O nein ..., aber wir fahren mit dem Komfortabel hin ...«
»Was krieg' ich denn?« wollte ich wissen.
»Sei nur ruhig ...«, entgegnete er großartig, »du wirst reichlich bezahlt werden ...« Und weil ich zögerte, fügte er hinzu: »So gut, wie noch nie ..., ich zahl' besser als jeder andere ...«
Er imponierte mir und flößte mir Vertrauen ein: »Gut«, sagte ich, »aber Sie müssen mir das Geld voraus geben ...«
»Zu Haus ...«, drängte er, »zu Haus kriegst du das Geld, wenn wir zur Tür hineinkommen.«
Wir verließen das Tor gemeinsam, und er rief, als wir durch ein paar Gassen gegangen waren, einen Komfortabel herbei. Wir stiegen ein und als wir losfuhren, fragte er: »Du glaubst gewiß, ich will dich vögeln?«
Ich lächelte ihn kokett an: »Was denn sonst?«
»Ich will ganz was anderes ...«, sagte er geheimnisvoll.
Ich mußte wieder lächeln; und wollte klug sein: »Aha ..., ich weiß schon«, sagte ich.
»Na was denn?« neckte er.
»Vielleicht in den Mund ...?« riet ich.
»Nein ...«, er lachte. »Was glaubst?«
»Von hinten ...?« riet ich weiter.
Er schüttelte den Kopf.
Ich dachte, er werde sich so behandeln lassen wie der junge Mann, den wir mit Ruten gestrichen hatten.
»Wollen Sie sich schlagen lassen?« riet ich wieder.
»Herrgott, du kennst dich aber aus«, meinte er, »nein, auch das nicht ...«
»Ja, dann weiß ich nicht ...«, ich gab es auf.
»Photographieren will ich dich ...«, sagte er.
»Photo ...?«
»Ja, nackt photographieren, in allen möglichen Stellungen.«
Ich lachte. Ich war noch nie photographiert worden und glaubte, ich bekäme dann schöne Bilder von mir.
Wir kamen zu ihm. In einem neuen Vorstadthaus, tief in einem alten Garten versteckt, wohnte er. Vorne stand das Zinshaus, dann kam man durch den Hof, dann durch den alten Garten zu dem kleinen Haus, in dem er ein paar Zimmer und ein Atelier hatte.
Eine kleine dicke Frau empfing uns. Sie war blond, hatte eine gedrungene Gestalt, die in einem roten Schlafrock noch fetter aussah. Ihre Augen schienen mir unterkohlt zu sein.
Sie sah mich grüßend an und meinte: »Die wird gerad recht sein ...«
Der Photograph sagte: »Tummeln wir uns, damit wir das Licht benützen.«
Sie sagte: »Soll ich den Albert holen?«
Er: »Aber natürlich, wir können ja absolut nichts anfangen ohne ihn.«
Sie wollte fort, aber er hielt sie auf:
»Warte, ich hol' ihn selbst. Tut's euch lieber derweil herrichten.« Damit entfernte er sich durch den Garten. Die Frau sah ihm nach und meinte: »Jetzt fürchtet er sich schon wieder, ich könnt' mit dem Albert allein sein.«
Dann führte sie mich ins Haus, direkt in das Atelier, das mir mit seinem Glasplafond und seinen hohen Fenstern sehr gut gefiel. Sie öffnete eine Tapetentür, nachdem sie einen Schrank, der sie verborgen hielt, weggeschoben hatte. Wir traten in eine Kammer, in der nur ein kleines, hoch angebrachtes Fenster Licht einließ.
»Ziehn Sie sich aus ...«, sagte sie zu mir.
Zu meinem Erstaunen aber begann auch sie ihren Schlafrock abzustreifen.
»Sie müssen alles ausziehen«, meinte sie, »nur die Strümpfe und die Schuhe können Sie anbehalten.«
Sie stand im Hemd vor mir und wartete, bis ich ganz bloß war. Dann kam sie dicht zu mir heran und musterte mich.
»Wie alt bist du denn?« Sie duzte mich auf einmal. »Xx...?«
»Noch nicht«, gab ich Bescheid.
»Hat dir mein Mann schon gesagt, was er mit dir machen will ...?«
»Ja ...«
»Na also ...«, meinte sie und streifte ihr Hemd ab. »Das übrige wirst du schon sehen.«
»Wird er Sie auch photographieren?« fragte ich erstaunt.
Sie lachte: »Natürlich ..., bis jetzt hat er überhaupt nur mich photographiert, weil wir noch kein anderes Frauenzimmer aufgetrieben haben. Denn erstens ist es viel zu gefährlich und zweitens waren alle zu teuer ...«
»Was krieg' ich denn?« erkundigte ich mich.
»Sei nur ruhig ...«, vertröstete sie, »du wirst zufrieden sein.«
Ihr gutmütiger freundlicher Ton gefiel mir.
»Ich bin ja ruhig«, sagte ich lächelnd.
»Er hätt' sicher keine andere genommen«, erzählte sie redselig, »aber er hat eine Bestellung, zu der braucht er ein junges Ding, wie du eins bist ...«
»Sie sind ja auch noch jung ...« Ich meinte ihr dieses Kompliment machen zu müssen.
»O ja ...«, lachte sie, »da schau ..., hier so eine große Brust, steht sie noch fest genug, was?«
Sie nahm ihre Brüste und wog sie in den Händen. Sie waren breit und fest und standen so stark zur Seite, daß man glauben konnte, die beiden Himbeeren wollten zwischen den Armen durch nach rückwärts schauen, wer wohl von hinten käme.
»Schön sind sie ...«, sagte ich anerkennend.
»Greif her ...«, lud sie mich ein.
Ich mußte ihren Busen in die Hand nehmen, er war wirklich hart und elastisch.
»Nur der Bauch ist ein bissel dick ...«, sagte sie.
»O nein«, beruhigte ich sie.
»Und die Schenkel ...« Sie klatschte sich aufs Fleisch und lachte. »Wenn mich der Albert sieht«, fuhr sie fort, »wird er gleich geil.«
»Das glaub' ich ...«
»Aber mein Mann ärgert sich ...«, lachte sie. »Ja was wär's denn, wenn er ihm nicht stehen möcht' ...? Da könnt' er uns doch gar nicht photographieren?«
Nach diesen Worten begann ich doch zu ahnen, was hier vor sich gehen sollte. Gleich darauf kam der Mann zurück, und rief uns heraus. Wir traten in das Atelier und da war noch ein Bursch von etwa achtzehn Jahren. Er mochte Laufbursche, Stallpage, oder so etwas dergleichen sein. Denn er hatte ein sonnverbranntes und verfrorenes Gesicht mit kleinen dicken Ohren und einer roten, ziemlich dicken Nase. Er war schlank, aber kräftig und im ganzen nicht schlecht gekleidet. Mir wenigstens gefiel er ganz gut.
Der Herr Capuzzi, so hieß der Photograph, schickte den Burschen, in dem ich den herbeigerufenen Albert erkannte, sogleich in das Ankleidezimmer.
»Tummel dich«, rief er ihm nach, dann begann er mich zu mustern.
»Ist gar nicht schlecht ...«, meinte er zu seiner Frau, »he?«
»Ja«, antwortete sie ihm ernst, »es ist gerade das was du brauchst ...«
»Wie die Duterln noch ganz hoch sitzen«, meinte er.
»Sie sind noch nicht ganz heraußen ...«, erklärte die Frau.
»Und gar keine Hüften noch«, konstatierte Capuzzi.
»Auch noch so wenig Haare ...«, zeigte ihm die Frau, auf meine Muschel deutend.
Sie waren zufrieden mit mir und Capuzzi versprach, daß ich es auch sein solle. Er richtete seine photographischen Apparate, fuhr mit dem Kopf unter das schwarze Tuch, und ich sah ihm gespannt zu.
Inzwischen kam Albert aus dem Zimmer, und war nackt. Er lächelte mich an, weil ich wie gebannt auf sein Bajonett schaute, das er schon aufgepflanzt vor sich hertrug.
Frau Capuzzi lachte hell auf und rief: »Er steht ihm richtig schon wieder ...«
Capuzzi knurrte: »Sei ruhig ...«
Albert war sehr schön gebaut. Ich bewunderte seine gewölbte Brust, den eingezogenen Bauch, die von Muskeln geschwellten Arme und Schenkel, und vor allem den dicken geraden Solomuskel, der aus seinen Bauchhaaren emporstieg.
Capuzzi sagte: »Also fangen wir an.«
Er schob eine kleine, teppichbehangene Bank ohne Lehne herbei und meinte: »Zuerst also du, Melanie, Albert und du -- wie heißt du?« setzte er zu mir gewendet hinzu.
»Peperl«, sagte ich.
»Also Peperl ..., Albert setz dich in die Mitte ...«
Er tat es.
»So ..., jetzt Melanie rechts zu ihm, und Pepi links zu ihm ...«
Wir beeilten uns.
»So, und jetzt nimmt jede den Schweif in die Hand ...«
Wir griffen zu.
»Albert ...«, rief Capuzzi. »Sie müssen aber auch etwas tun ... Geben Sie die beiden Arme um die Schulter ..., still ..., einen Moment ...«
Er verschwand hinter dem schwarzen Tuch:
»So ...«, rief er hervor, »nicht bewegen. Melanie schau den Albert an ..., du Pepi auch ..., und du Albert schau in die Höh' ..., verdreh die Augen ...«
Wir befolgten seinen Befehl. Alberts Schweif, von unseren beiden Händen umklammert, sah nur noch mit dem Spitzel hervor.
»Eins ..., zwei ..., drei ..., vier ..., fünf ..., sechs ...«, zählte Capuzzi. »Fertig.«
Wir sprangen auf.
»Eine neue Stellung«, befahl er.
»Was für eine ...?« fragte die Frau.
»Leg dich nieder, Albert ...«, befahl Capuzzi.
Albert legte sich auf die schmale Bank, seine Füße hingen vom Knie an herab.
»Melanie ..., stell dich drüber ...«
Die Frau bekam rechts und links einen Polster, auf den sie steigen konnte.
»Beug dich über ihn ...«, rief Capuzzi.
»Das haben wir ja schon oft gehabt«, rief die Frau.
»So nicht ..., wirst schon sehen ...«, wandte er ein.
Sie beugte sich vor, stützte die Arme auf und ihre Brüste hingen gerade über Alberts Gesicht.
»Albert, nimm die Brust in die Hand ...«, sagte Capuzzi. Albert ergriff die beiden runden Dinger und begann an den Warzen zu spielen.
»Er regt mich schon wieder auf ...« rief Frau Capuzzi.
»Albert ...«, schrie der Photograph, »ruhig mit der Hand, sonst werd' ich dir helfen.«
Er hielt die Brüste ruhig in seiner Hand. Aber jetzt war es Melanie, die sich schaukelte und so ihre Duteln an Alberts Händen rieb.
»Da schauen S'«, sagte Albert, »jetzt spielen Sie ja selber ...«
»Melanie!« Der Photograph sagte es im vorwurfsvollen Tone.
»Na ja ...«, meinte sie, »wenn ich jetzt schon aufgeregt bin.«
»Peperl ...«, wandte er sich zu mir, »nimm jetzt den Schweif und steck ihn hinein ..., laß aber die Hand nicht los.«
Ich ergriff Alberts Flaggenstange und richtete sie auf. Mit der anderen Hand suchte ich den Eingang von Melanie. Aber sie kam mir zuvor, griff hin, und steckte sich den Pfropfen selbst ins Spundloch.
»Ach ...«, seufzte sie dabei ..., »ach ..., die Quälerei geht schon wieder an ...«
»Nicht so tief, Melanie«, ermahnte ihr Mann, man muß die Hand von der Peperl sehen ...«
»Vielleicht so?« fragte sie, hob den Popo, daß der Schweif nur mehr bis zur Eichel drin war.
»So ist's recht ...«, stimmte er bei.
»Aber nein«, rief sie, »so kommt er mir ja aus«, und wieder senkte sie ihren Helm über dieses Haupt tief hinab.
»Nichts ...«, brüllte ihr Mann, »höher ..., zum Teufel ...« Sie zog sich zurück und sagte: »Meinetwegen ..., aber ich glaube, so wär's auch ganz schön ...«, und wieder stieß sie sich ihn herein.
Der Mann sprang herzu und hieb ihr eins über das Gesäß, daß es nur so klatschte.
»Du vögelst ja, du Luder ...«, schrie er sie an, »aber mich betrügst du nicht ...«
»Das ist auch gevögelt ...«, antwortete sie gereizt, »sobald er nur drin steckt ..., ist es gevögelt ...!«
»Nein«, ereiferte er sich, »wie oft habe ich dir das schon erklärt ..., daß wir nur Stellungen ..., das nennt man nur markieren. Markieren ist gestattet ..., aber nie werde ich erlauben, daß meine Frau sich von einem anderen vögeln laßt.«
Damals leuchtete diese blödsinnige Unterscheidung mir und allen Beteiligten ein. Heute muß ich über den wunderbaren Ehemann lächeln.
Ich hielt Alberts Nagel und fühlte, wie er pulsierte, und langsam fuhr ich so hoch hinauf, daß ich mit der Hand auch die Muschelränder von Melanie berührte, und da fühlte ich, wie sie ihre Klappe jede Sekunde zusammenzog, wodurch Albert natürlich sehr gereizt werden mußte.
»Dauert's noch lang?« fragte Melanie.
»Nein ..., schau in den Apparat hinein ..., lächle ..., Pepi du auch ..., so ..., eins ..., zwei ..., drei ..., vier ..., fünf ..., fertig!«
Melanie sprang von Albert hinunter. »Gott sei Dank«, rief sie, »das hält man ja nicht aus.«
Albert lag regungslos da.
»Jetzt umgekehrt ..., die Pepi hinauf ...«, befahl der Photograph.
Ich nahm die Stellung ein, die Melanie verlassen hatte.
»Melanie ..., jetzt steckst du ihn der Peperl hinein ...«, befahl der Mann.
»Soll ich ihr die Brust anpacken ...?« fragte Albert.
»Aber ja ..., was fragst denn noch?« ermunterte der Photograph.
Albert legte seine Hände auf meine Brust. Wir lächelten uns an, und er spielte sich damit.
Herr Capuzzi kümmerte sich gar nicht darum.
Da führte mir seine Frau den Stachel ein.
Albert und ich lächelten uns verständnisvoll an, dann fing er an zu stoßen und ich flog auf und nieder, so daß Melanie ihre Hand fortziehen mußte. Sie gönnte uns aber die Sache nicht, sondern rief gleich: »Da sagst du nix ..., was? Die dürfen machen was sie wollen ...«
»Ruhig, Kinder ...«, gebot uns Capuzzi, und zählte wieder: »Eins, zwei, drei, vier.«
Wir verhielten uns ruhig. Melanie griff wieder an Alberts Schweif, daß es aussah, als leiste sie uns Beihilfe.
»Fertig«, meldete Capuzzi.
Jetzt legten wir wieder los und vögelten. Aber Melanie wurde böse: »Albert ...«, schrie sie ihn an, »wirst du aufhören ...«
»Wirst du aufhören ...«, brüllte mir Capuzzi zu. Und weil das nichts half, riß er mich von meinem guten Platz herunter.
»Das verbitt' ich mir«, sagte er, »das könnts ihr später tun ..., wenn ihr wollt.«
Er begann eine neue Gruppe zu bauen, wie er sich ausdrückte.
Albert mußte auf seiner Bank liegenbleiben. Melanie kniete vor ihm und nahm seinen Schwanz in den Mund.
»Nur das Spitzel ...«, sagte Capuzzi, »nur markieren ...«
Ich stellte mich über seinen Kopf und reichte meinen Freudenkelch seinen Lippen dar. Albert schlug mit seiner Zunge einen Triller an meinem Kitzler, der mir bewies, daß er ein Künstler war, und mich von Wonne hin- und herwetzen ließ. Aber gleich darauf war er ruhig und markierte nur.
Melanie machte mir Konkurrenz. Ich sah es an ihren Wangen und an dem Zucken von Alberts Nudel, daß sie das Stückchen Mehlspeise, das ihr ihr Mann gönnte, heimlich mit ihrer Zunge streichelte. Sie schnaufte sehr, und blinzelte zu ihrem Mann angstvoll hinüber. Als dieser hinter das schwarze Tuch tauchte, benützte sie die Gelegenheit, sich den Zapfen bis auf den Grund zu bohren.
Gleich darauf hieß es wieder: »Eins ..., zwei ...«, usw., dann: »Fertig!«
Albert verabschiedete mich mit einem Zungentriller.
»Umgekehrt«, befahl Capuzzi.
Ich war es jetzt, die auf Alberts Schweif kam, und ich nahm ihn bis ans Heft in den Mund, wobei ich ihm so wohltat, daß er erkennen mußte, ich verstünde mich auf die Kunst der Zunge ebenso wie er.
Melanie hockte auf seinem Mund. Und ich konnte an Alberts Bewegungen sehen, daß er nicht bloß markierte. Melanie hielt gewaltsam an sich, um sich nicht zu bewegen. Dennoch sah ich, wie ihre Flanken bebten, wie sie die Augen rollte, und wie sie sich fester und fester auf Albert niederließ.
»Melanie«, rief ihr Mann, »du könntest mit deinen Duteln spielen ..., mach so, als ob du dir die Warzen küssen wolltest.«
Sie hob ihre Brüste und senkte den Kopf und benützte die Gelegenheit, um ein bißchen hin- und herzuwetzen. Dabei mußte ihr Kitzler aus Alberts Mund geglitten sein, denn es gab plötzlich einen schmatzenden Laut.
Capuzzi hörte ihn, sprang hinzu und sagte wütend: »Albert, mir scheint, du schleckst wirklich ...?«
»Aber nein ...«, gurgelte Albert unter seiner Last hervor.
»Ich rat' dir's nicht ...«, wiederholte Capuzzi, bückte sich, und trachtete herauszubekommen, wie sich Albert verhalte.
»Aber nix macht er«, rief Melanie unwirsch.
Capuzzi sah ihr ins Gesicht: »Du bist ja ganz aufgeregt ...«, sagte er drohend.
»Natürlich«, versetzte sie, »ich bin immer aufgeregt dabei ..., man ist ja nicht von Holz. Tummel dich, daß wir fertig werden.«
Während Capuzzi aber zum Apparat zurückging und unter das schwarze Tuch schlüpfte, machte Melanie ein paar schnelle Wetzer, indem sie mir dabei zutuschelte, und Albert schlug ihr seinen Zungenwirbel in ihre Maultrommel. Capuzzi aber war rascher fertig als sie. »Eins, zwei«, klang es vom Apparat her und sein »Fertig« scheuchte uns auseinander.
»Was jetzt«, fragte Melanie, die mit bebenden Brüsten und keuchendem Atem dastand.
»Leg du dich hin ...«, sagte ihr Mann.
Sie tat es sofort.
»So«, meinte er. »Jetzt soll sich die Peperl dir am Mund setzen und der Albert soll sich auf dich legen.«
»Nein«, protestierte sie, »ich mag der ihre Fut nicht schlecken.«
»Das brauchst du auch gar nicht ...«, erwiderte er, »du sollst ja nur markieren.«
»Ach was ..., ich mag's halt nicht beim Mund ...«, antwortete sie.
»Na, soll sich die Pepi hinlegen ...«, schlug er vor, »und du gehst auf sie.«
Aber sie wollte die Aussicht nicht aufgeben, seinen Schweif zu kriegen. »Weißt was«, sagte sie, »die Peperl könnt' mir ja am Busen spielen, das sieht unschuldiger aus.«
Er war einverstanden.
Ich kniete neben ihr auf den Boden, nahm ihre Brust in beide Hände und setzte meine Lippen auf ihre Himbeere. Was ich konnte, tat ich und ich half ihr sogar zu einem kleinen Genuß. Von meinem Kuß angeregt, fing sie zu zucken an, sie hupfte mit ihrem Popo in die Höhe und stieß sich so Alberts Balken ein paarmal tief in den Leib.
Mit einem Schritt war Capuzzi bei ihr und gab ihr eine Ohrfeige.
»Kannst du das Vögeln nicht lassen? Du Luder, du ...«, schrie er sie an.
»Ich mach' ja nix ...«, kreischte sie auf.
»O ja«, sagte er wütend, »immer machst du's so ...«
»Du grober Ding du ...«, jammerte sie, »die Pepi suzelt mich an der Brust und deshalb hab' ich so hupfen müssen ...«
»Hör zu suzeln auf ...«, befahl er mir, und zu seiner Frau gewendet schimpfte er weiter: »Das sind Ausreden ..., immer probierst du, ob du mit dem Albert nicht pudern kannst ..., ich weiß schon ...«
»Laß mich gehen ...«, schalt sie, »es ist kein Wunder, daß man sich rührt, wenn einem so ein dicker Schweif angesetzt wird ...«
»Na, na ...«, meinte er, »du wirst's erwarten können ..., ich mach' dir's dann gleich.«
Damit verschwand er hinter seinem Tuch. Eins, zwei, und er war fertig.
»So«, meinte er, »ich muß in die Dunkelkammer ..., aber das sag' ich dir ..., wenn du dich unterstehst und machst was ..., derschlag ich dich ...«
Er ging in einen Nebenraum.
»Jesus ...«, seufzte Melanie, »das ist mir eine Marter immer ...«
Albert meinte lächelnd: »Ich hätt' auch nichts dagegen, wenn ich mir's schon kommen lassen könnt.«
»Mein lieber, süßer Albert ...«, flüsterte sie, »möchst du mich nicht einmal pudern?«
»O ja ...«, antwortete er, »sehr gern möcht' ich's ..., aber es geht nicht ...«
»O Gott, o Gott«, jammerte sie zu mir, »du glaubst gar nicht, wie gern ich den Burschen hab' ..., du glaubst gar nicht, wie ich mir das wünsche, daß er mich einmal, ein einzigesmal vögeln möcht' ...«
»Na, warum tun Sie's denn nicht?« fragte ich erstaunt.
»Es geht ja nicht ...«, klagte sie.
»Jetzt«, schlug ich vor, »machen Sie's g'schwind jetzt ...«
»O je ...«, sie schüttelte den Kopf, »das möcht' er ja gleich sehen ...«
»Wieso?«
Sie deutete auf die Tür, durch die Capuzzi verschwunden war.
»Durch das gelbe Glas durch, da sieht er alles ...«
Ich bemerkte jetzt erst die kleine dunkle Scheibe, die in die Tür eingelassen war.
»Das ist es ja«, sagte sie tief bedauernd, »zwei Monate arbeiten wir schon so ..., was Albertl ...? Seit zwei Monaten spür' ich seinen Schweif ..., hab' ihn in der Hand und im Mund und zwischen der Brust, und in der Fut, und im Arsch ..., und überall ..., immer nur das Spitzel ..., immer nur den Anfang ..., man möcht' verrückt werden ...«
Albert pflichtete ihr bei: »Dös ist nicht recht ..., wenn er nicht will, daß ich seiner Frau was mach', soll er mir's nicht herlegen ...«
»Natürlich«, stimmte ich zu, »das ist gemein ...«
»Nicht wahr ...«, meinte er. »Nackend laßt er mich's anschauen. Und bei den Duteln laßt er mich's nehmen ..., und die Fut kenn' ich schon so, als hätt' ich's sechzigmal gefickt ..., und nie hab' ich was machen dürfen ..., das gibt's ja nicht ...«
»Wie hast du dir's denn kommen lassen?« erkundigte ich mich.
Er wurde rot und schwieg.
»G'wiß hast dir's selber herunterg'rissen ...?«
»Ah nein ...«, sagte er verlegen.
»Na, wie denn?« forschte ich weiter.
»Auf italienisch ...«, sagte Melanie lachend.
»Wie ist das?« fragte ich neugierig.
»Wirst es schon sehen ...«, sagte sie, »vielleicht photographiert ihn mein Mann wieder einmal dabei ...«
Capuzzi kam heraus: »Die eine Stellung ist verpatzt«, sagte er, »die muß noch einmal gemacht werden ...«
»Welche denn?«
»Die letzte ..., da bist du schuld ...«, knurrte er seine Frau an, »weil du gewackelt hast ...«
Sie legte sich noch einmal hin. Albert steckte ihr nochmals seine Schwanzspitze hinein. Ich nahm sie nochmals bei der Brust. Als er »Fertig« rief, begann er ungeniert zu remmeln. Nur drei, vier Stöße, aber sie waren so heftig, daß Melanie aufschrie: »Jesus, Maria ...«
Capuzzi schleuderte ihn mit einem Griff weg, daß er beinahe umgefallen wäre. Aber Albert lachte verschmitzt. »Ich vögel' sie doch einmal ...«, sagte er dabei.
»Nie«, schrie Capuzzi wütend.
Melanie aber kreischte: »So komm doch du wenigstens her ..., ich halt's ja nicht aus.«
Capuzzi schäumte: »Da soll man arbeiten ..., und was zusammenbringen ..., erst recht nicht ..., wart ...«
Melanie griff sich mit den Fingern an der Spalte herum: »Komm her ..., komm her, oder ich ruf' den Albert ...«
»Schaut's, daß ihr hinauskommt's ...«, herrschte Capuzzi mir und Albert zu.
Wir ließen uns das nicht zweimal sagen, und schlüpften ins Ankleidezimmer, wo wir uns gleich auf die Erde warfen.
»Ah ...«, sagte Albert, »ich bin froh, daß du da bist ..., ich bin froh ..., da kann ich wenigstens einmal ordentlich pudern ..., ah ..., gib's her ..., da brauch' ich's mir nicht so kommen lassen ..., wie sonst ..., ah ..., eine gute kleine Fotz hast du ..., so ist's gut ..., rühr' dich nur ..., wart ..., wart ..., die Dutel ..., so ..., ich küss' dir die Dutelwarzeln ..., fest ..., ja ...«
»Ich wart' auch schon die ganze Zeit darauf ...«, rief ich, »das macht mich so geil ..., das probieren ..., fester ..., ah ..., gut is dein Schweif ..., so lang ..., und so warm ..., fester, ja ... spritz ..., spritz nur ..., ah ..., wie wohl ..., noch? Ah ..., zweimal ist mir's gekommen.«
Wie wir fertig waren, hörten wir noch drinnen Capuzzi und Frau einander bearbeiten. »Nein ..., nein ...«, flüsterte sie, »... noch nicht spritzen ..., noch nicht ..., ich hab' noch nicht genug ..., noch mehr ..., gib mir mehr ...«
Er brummte: »Was ..., du möchst aber doch lieber den Albert ..., was?« -- »Ich scheiß' auf ihn ...«, quakte sie deutlich genug, »du bist mir der liebste ..., fick nur ..., gib mir deinen Mund ..., deine Zunge, ach, ach ...« Das andere war nur ein Geröchel.
Dann fragte Herr Capuzzi wieder: »Darf ich jetzt spritzen ...? Du machst mich so hin ..., ach ..., deine Brüste ..., kann ich jetzt?«
Und sie: »Ja ..., spritz nur ..., jetzt ..., so ..., und jetzt kann der Albert herumwetzen, wie viel er will ..., jetzt reizt er mich nicht mehr ..., ah ..., ah ..., das ist süß ...«
»Warum reizt er dich denn?« fragte Capuzzi eifersüchtig. Sie waren beide fertig und plauschten noch.
»Aber er reizt mich doch nicht«, beschwichtigte ihn seine Frau, »wenn er mit seiner Nudel da ist, oder wenn ich ihn in den Mund nehm, oder wenn er mich schleckt, dann denk' ich ja nur an dich ..., der Albert ist mir wurscht ...«
Albert lachte: »Schmarn«, sagte er, »sie lügt ihm ja was vor ..., du hast ja genau gehört, wie sie auf mich geil ist ..., sie hat uns es ja selbst gesagt ...«
»Freilich«, bestätigte ich ihm. »Aber warum hast du sie nicht schon längst einmal gepudert ..., das müßte doch möglich sein?«
»Es ist unmöglich ...«, erklärte Albert.
»Warum ...?«
»Weil der Kerl zu viel aufpaßt ...«
»Aber wenn er nicht zu Haus ist ...?« meinte ich.
»Ah was ...«, Albert schüttelte den Kopf. »Der ist schlau, man weiß ja nie, wo er ist ..., und jeden Augenblick kann er da sein.«
»Na, und wenn schon ...«, lachte ich.
Albert wurde ernst: »Das ist nicht so ..., der derschlagt mich und sie ..., das ist er imstand ..., der Katzelmacher, der! Der hat mehr Kraft als ich ...«
»Aber geh«, meinte ich zweifelnd.
»Wart nur ...«, sagte Albert, »bis du den einmal nackend siehst ...«
»Wieso?«
»Na«, erklärte er mir, »manchmal laßt er sich von der Frau photographieren.«
»So ...? Das sollt' er jetzt mit mir tun ...«, wünschte ich.
»Weißt du ...«, fragte Albert, »wie oft der seine Frau vögelt alle Tag?«
»Na, wie oft denn?«
»So sieben- bis achtmal, meine Liebe ...«
»Da könnt' sie wohl genug haben ...«, entschied ich.
»Freilich«, meinte Albert, »aber er ist ihr schon zu fad ...«
Wir wurden wieder hereingerufen.
»Eine neue Gruppe ...«, sagte Capuzzi. Er war im Hemd und in Unterhosen und hatte ein erhitztes Gesicht. Melanie hatte rote Flecken auf der Brust, rote Ohren, aber sie lachte befriedigt und ihre Augen glänzten.
»O je«, lachte sie, »die zwei haben's auch gemacht.« Und sie ergriff Alberts herabhängenden Wedel, und zeigte ihn ihrem Mann.
Dann kam sie zu mir und flüsterte mir zu: »War's gut?«
»Wunderbar«, gab ich zurück, um ihr Lust zu machen, »der kann's.«
»Ja, was tun wir denn?« meinte Capuzzi, »wenn er dem Albert nicht mehr steht ...?«
»Produzier halt du dich ...«, riet ihm Melanie, »werd' ich dich photographieren.«
Capuzzi streifte die Kleider ab, und ich verschaute mich in eine riesige Brust, die ganz dicht behaart war, in seine fabelhaften Arme, und in die kolossale Rübe, die schwankend und ganz dunkelfarbig unter seinem Bauch aufwuchs.
Er kam auf mich zu, aber Melanie rief: »Halt ..., das gibt es nicht ..., mach die Buserantenstellungen mit dem Albert, aber laß das Mädel gehn ...«
»Die Buseranteng'schichten haben wir schon ...«, sagte er, »da wär's schad um die Platte.«
»Ich will nicht, daß du mit dem Mädel da ...«, keifte sie.
»Lächerlich«, meinte Capuzzi, »wenn ich dich mit dem Albert markieren lass' ..., werd' ich doch mit der Pepi markieren dürfen ...«
»Nein«, rief Melanie eigensinnig, »du wirst geil auf sie.«
»Keine Spur ...«, verteidigte er sich, »höchstens ...«, fügte er hinzu, »höchstens ..., mach' ich's dir noch einmal ...«
Das paßte ihr: »Aber nur markieren ...«, gebot sie.
Ich legte mich auf das Bänkchen und mußte die Füße sehr weit spreizen, damit er dazwischen könne.
»Ah nein«, sagte Capuzzi, »das machen wir so!« Und er hob meine Beine hoch in die Höhe, daß die Knöchelgelenke auf seinen Schultern lagen.
»Jetzt«, rief er seiner Frau zu, und schob mir seinen Riesenklöppel bis über die Eichel hinein.
»Nicht so tief ...«, schrie Melanie, »nicht so tief.«
Ihr Verbot war überflüssig, denn was ich bei mir hatte, füllte mich ohnehin beinahe aus. Dazu kam noch, daß Capuzzis Schweif nicht ganz steif war, als er ihn bei mir einführte. Erst in meiner Höhle erholte er sich von der eben absolvierten ehelichen Strapaze wieder, und ich hatte den Genuß zu spüren, wie er größer und größer wurde. Das ersetzte mir die Bewegungslosigkeit, die vom Markieren herkam.
»Fertig«, meldete Frau Melanie.
Er ließ mich los und arrangierte eine andere Gruppe. Das heißt, er setzte sich in einen Stuhl, nahm mich auf seinen Schoß, aber so, daß ich mit dem Rücken an seiner Brust lehnte, und mit dem Gesicht in den Apparat schaute. Mit den Händen fuhr er mir unter den Achseln durch und umpreßte meine Duteln, und seine Rübe pflanzte er in meinen Garten. Ich wollte auf- und niederwetzen, aber er flüsterte mir zu: »Nicht jetzt ...«
»Fertig«, rief die Frau aus dem Apparat hervor.
Eine dritte Gruppe sollte gebildet werden, aber da man dazu den Albert gebraucht hätte, und seine Stange absolut nicht aufzurichten war, so wurde die Sache auf ein anderesmal verschoben. Capuzzi bestellte mich auf den übernächsten Tag, gab mir fünf Gulden und entließ mich.
Edward Sellon: Der Große Genießer - Leseprobe
…
Zuerst sah ich Cecilia auf dem bemoosten Grund sitzen, Sie hielt den Jungen, dessen Hose heruntergezogen war, zwischen den nackten Oberschenkeln.
Jacks Hände spielten mit Cecilias prallen Brüsten.
Cecilia hatte das elegante Rüschenhemd des Jungen nach oben geschoben und streichelte mit der rechten Hand sein steifes Ding. Mit der linken Hand tätschelte sie seinen strammen Hintern.
„Oh, du lieber Junge“, sagte sie. „Was hast du bloß für eine prächtige Figur. Deine Taille ist so schmal. Du hast einen schönen runden Hintern mit allerliebsten Grübchen. Deine Haut ist so samtwich und glatt. Und was für ein reizendes Gesicht du hast! Dein Haar ist so üppig und seidenweich. Und was für kleine, zierliche Hände und Füße du doch hast. Sicher hatte die Natur dich als Mädchen geplant, nur hat sie dir eben statt etwas anderem diesen niedlichen Pimmel gegeben! Aber darüber bin ich sehr froh, denn so wirst du ja imstande sein, ein bisschen mit mir zu spielen. Möchtest du mich gerne mal damit kitzeln, mein kleiner, lieber Junge?“
„Oh, ja! Mylady!“, rief der Bursche. „Das möchte ich in der Tat sehr gern! Und ich liebe diese kleinen Brüste von Ihnen! Darf ich sie einmal küssen?“
Er wartete gar keine Antwort ab, sondern brachte die runden Kullerchen zum Vorschein und vergrub das Gesicht dazwischen.
„Aber du hast dir ja noch gar nicht diese andere geheime Stelle angesehen!“, rief Cecilia. „Doch, vielleicht hast du schon früher andere Mädchen gesehen?“
„Äh, nun… Mylady…um die Wahrheit zu sagen….ja, das habe ich allerdings!...Ich würde zu gern mal die schöne Möse von Mylady sehen!“
„Oh, oh, pfui!“, rief Cecilia. „Du garstiger, ungezogener Junge! So hässliche Ausdrücke darfst du noch nicht gebrauchen. Aber… da…sieh mal… hier sind sie!“
Und Cecilia spreizte die Beine sehr weit auseinander.
„Betaste sie doch einmal mit deiner Hand!“, forderte Cecilia den Jungen auf. „Oh….du lieber, lieber Junge! Wie schön du das machst! Ah…das ist wirklich nett! So, und nun lege dich auf mich, dann werde ich dir einmal zeigen, was Liebe ist!“
Sie packte sofort seine Hinterbacken und zog ihn fest und eng an sich. Er schlüpfte mit Leichtigkeit in sie hinein.
…..
....
„… Jetzt werde ich mich ohne Verzögerung auf den Weg machen, um Master Jack zu suchen. Er heckt bestimmt schon wieder übermütige Streiche aus. Entweder er stiehlt meine Pfirsiche oder er scheucht die Hähne auf dem Hühnerhof herum. Vielleicht hetzt er die Hunde wieder einmal auf die Katze der alten Mutter Jukes. Oder er neckt Chloe. Aber ich werde ihn jedenfalls herbringen und ihn euch als Gefangenen zu Füßen legen“.
Ich fand den jungen Burschen im Cottage.
Aber da Du ihn bei Deinem letzten Besuch hier ja nicht gesehen hast, möchte ich ihn Dir zunächst einmal beschreiben.
Stelle Dir also ein schönes, junges Mädchen vor, das jedoch nicht mit weiblichen, sondern mit männlichen Attributen ausgestattet ist. Eine Haut, die wie Alabaster schimmert. Ein exquisites Gesicht von perfektem Oval. Stelle Dir ein Mädchen mit großen Augen vor, schwarzen Wimpern, bleistiftdünnen Brauen, schmachtendem, schmelzendem Blick,… kleiner Mund mit korallenroten Lippen, Zähne wie Perlen und Grübchen in den rosigen Wangen. Stelle Dir weiter dichtes, hellbraunes, lockiges Haar vor, gepudert und mit kirsch-rotem Band zusammengehalten, ziemlich schmale Brust, kleine Taille und üppige Hüften mit Accessoires. Und um das reizende Bild abzurunden, anmutig und elegant à la Watteau gekleidet.
Ich traf den jungen Schlingel an, wie er am Fuße eines Kirschbaums lag, auf den Chloe hinaufgeklettert war. Er verspeiste faul die Kirschen, die Chloe ihm hinabwarf. Sein Blick war dabei ständig auf diese andere Frucht gerichtet, die unter dem kurzen Kleid so auffällig zu sehen war.
Als ich mit ihm im Nussbaumwäldchen auftauchte, kamen uns die beiden Mädchen entgegengerannt. Dich dann bleiben sie stehen. blickten scheu und verlegen drein, zuckten die Schultern und erröteten allerliebst.
Nicht aber so der Junge. r näherte sich ihnen ungeniert und sprach dabei höflich ein paar Worte, die es sich hier zu wiederholen nicht lohnt. Bald tollten alle drei zu meinem größten Entzücken auf dem Rasen herum. Nach diesem harmlosen Vorspiel nahm sich Jack dann allmählich immer größere Freiheiten heraus.
Die Mädchen blieben ihm nichts schuldig, und so hatte sich die Bekanntschaft der drei bereits nach einer Viertelstunde so gefestigt, dass Agnes und Augusta ihrem neuen Freund Jack die Hosen heruntergezogen und das Hemd hochgestreift hatten. Dann stolperte Augusta über eine Baumwurzel, fiel längsseitig hin, drehte sich auf den Rücken und streckte die weit gespreizten Beine in die Luft.
Jack nutzte diese ungemein günstige Gelegenheit dazu aus, über Augusta herzufallen, und dann…dann kam er in wirklich gutem Stil zur Sache.
Die kleine Agnes kniete hinter ihm und kitzelte seine Murmeln.
Augusta umarmte und küsste ihn mit aller Kraft.
Der Anblick war ungemein faszinierend.
Jacks schöner, mädchenhafter Hintern wippte auf und ab; die pfirsichähnlichen Backen zitterten rund und prall; sein kleiner steifer Stab fuhr hinein und glitt heraus. Die drallen Oberschenkel des Mädchens zeichneten sich hell gegen den grünen Rasen ab….
Der Skandal in Graz; Richard Werther – Leseprobe
ZIMMERSERVICE IM HOTEL
Mit einem vernehmlichen Aufstöhnen, als wolle er alle Fahrgäste auf seine Bemühungen aufmerksam machen, überquerte der Autobus die Schwelle der Toreinfahrt des Hotels X., einem der ersten Häuser von Graz.
Diese reizende Stadt, gleichermaßen Großstadt wie Garten, beglückt die Besucher mit ihren gepflegten, einladenden Straßenzügen, dem vielen Grün der Alleen und Parks und, allem voran, dem Anblick so schöner Mädchen wie wohl nirgendwo anders.
Bei derart vielen Sehenswürdigkeiten und Annehmlichkeiten braucht es nicht zu verwundern, dass Graz oft und gerne von Fremden aufgesucht wird; nicht zuletzt, weil die Stadt sich ausgezeichnet als Ausgangspunkt für Ausflüge in die beeindruckende obersteirische Bergwelt eignet.
Das städtische Leben selbst ist zudem nicht minder anregend: Fröhliche Gesichter beherrschen die Szenerie, das rege Treiben auf den Straßen wird von ansteckender Herzlichkeit und Freundlichkeit bestimmt –so ganz anders als in anderen Großstädten, in denen Hektik und Stress überwiegen, so dass es scheint, der eine wolle den anderen umrennen auf der Jagd nach dem ganz eigenen, selbstsüchtigen Vorteil.
Graz hingegen ist dem Wesen nach eine gemütliche und anheimelnde Kleinstadt von zu Herzen gehender Naivität geblieben und zugleich von der Regsamkeit einer Metropole erfüllt; die Stadt verbindet die Vorzüge beider Welten in unnachahmlicher Weise.
Der elegante junge Herr, einer der Passagiere des Autobusses, mochte Ähnliches denken: Ein Lächeln der ruhigen, erwartungsvollen Vorfreude umspielte seine Lippen, als er sich beiläufig über seinen glänzenden, wohl gepflegten schwarzen Schnurrbart strich.
An seiner Haltung und seinem selbstsicheren, klaren und intelligenten Blick waren deutlich seine edle Abkunft erkennbar, und tatsächlich entstammte er einem jener alten Geschlechter, die in der entlegenen, rauen Region der bergigen Obersteiermark vor Jahrhunderten das Ritterhandwerk geübt hatten. Seine Kleidung war von moderner, vornehmer Zurückhaltung geprägt, ein Trenchcoat neuesten Zuschnitts lag neben ihm bereit, und auf seinem Kopf saß ein Hut, der alpine Tradition und weltmännische Erfahrung auf das Flotteste zu verbinden verstand.
Dieser erste Eindruck entsprach voll und ganz der Wahrheit: Tatsächlich handelte es sich um Baron Max P., der seinen Gutshof im Bergland wieder einmal verlassen hatte, um der Landeshauptstadt einen Besuch abzustatten.
Der Baron hatte einen Sitz im Landtag inne, den er von Zeit zu Zeit einnehmen musste, oder auch sonstige Geschäfte zu erledigen. Nicht selten reiste er auch um des reinen Vergnügens willen in die Stadt, denn die Einsamkeit seines ritterlichen Gutes versorgte ihn recht spärlich mit den süßen Freuden, für die Graz so bekannt geworden war.***
Als nun der Wagen endgültig zum Stillstand gekommen war, sprang Max P. behände auf und verließ als Erster den Omnibus, angetan nur mit einem kleinen Reisetäschchen für das Allernötigste; so dürfen wir wohl annehmen, dass dieses Mal keine Geschäfte oder politische Verpflichtungen auf den Baron warteten, sondern sich das stillvergnügte Lächeln in seinem Gesicht auf die nahen Freuden bezog, um derentwillen er in die Stadt gekommen war.
Er eilte schnurstracks, offenbar mit den örtlichen Gegebenheiten bestens vertraut, die Treppe des Hotels empor und wurde vom Zimmerkellner mit einer ehrerbietigen Verbeugung in Empfang genommen.
»Meine Verehrung, Herr Baron«, sagte der Mann. »Willkommen in unserem Haus. Leider kann ich Ihnen dieses Mal nicht Ihr übliches Zimmer anbieten, weil es bereits anderweitig vergeben worden ist. Ein nicht minder bequemes mit schönster Aussicht stünde jedoch zur Verfügung, es liegt allerdings in der zweiten Etage.«
»Das Stockwerk spielt doch gar keine Rolle, Karl. Wie Sie wissen, benötige ich das Zimmer ausschließlich für die Nachtruhe –und nicht selten nicht einmal dazu«, fügte der Baron lächelnd hinzu.
Karl, der Zimmerkellner, erwiderte das Lächeln, machte kehrt und ging dem Baron voran, um ihn zum empfohlenen Zimmer zu geleiten.
Er bewegte sich dabei mit der für seinen Berufsstand so typischen diskreten, geräuschlosen Anmut über die teppichbelegten Stufen, dass er ein wenig den Eindruck erweckte, als schwebte er.Beim Zimmer angekommen, öffnete Karl dem Baron die Tür und ließ ihm höflich den Vortritt.
Max trat schwungvoll ein und warf mit geübter Lässigkeit seinen Hut in hohem Bogen auf das Bett, während der Kellner den Trenchcoat sorgsam an einen Kleiderbügel hängte und die Meine Tasche neben das Bett auf den Boden stellte. Max trat ans Fenster und blickte einen Moment auf die Straße und die Fenster gegenüber. Einige Sekunden lang herrschte völlige Stille.
»Wünschen der Herr Baron noch etwas?«, sprach Karl danach den Stammgast respektvoll an.
P. wandte sich zu dem Mann um und winkte ab. Dann schlich sich doch ein neugieriger Funke in seinen Blick und er fragte: »Gibt es neue –Sachen?«
Karl verzog seine Mundwinkel geringfügig zur Andeutung eines wissenden Lächelns.
»Selbstverständlich, Herr Baron!«, sagte er. »Wenn Ihr gestattet, lege ich Euch sogleich das Album vor.«
Der neugierige Funke in Max Augen verwandelte sich in ein Blitzen. »Nun, wenn es der Mühe wert ist«, meinte er und schaffte es dabei, sich in seiner Stimme nichts von seiner aufkommenden vorfreudigen Unruhe anmerken zu lassen.
Der Bedienstete verschwand und der Gutsbesitzer ließ sich auf die Couch nieder, streckte die Beine von sich und zündete sich eine Zigarre an.***Einige Minuten lang war nichts anderes zu vernehmen als das gelegentliche Knistern des Tabaks.
Das Rauchen umfing P. mit einer Wolke stiller Behaglichkeit. Er blies Rauchringe in die Luft und sah jedem einzelnen mit sinnendem Blick hinterher.
Sein männlich schönes Gesicht wurde von einem Lächeln überzogen. Er lag ausgestreckt und völlig entspannt auf dem Sofa, die Augen auf den Plafond gerichtet, und hing seinen Gedanken nach.
»Schon eigenartig«, ging es ihm durch den Kopf, »diese Sache mit der Geilheit der Weiber. Wüsste ich's nicht besser, ich könnt's kaum glauben, dass mir der Karl jetzt gleich das Album bringen wird, voll mit Fotografien von mannstollen Frauen. ,Damen`, die es so nötig haben, es mal wieder so richtig besorgt zu bekommen, dass sie sogar bereit sind, dafür auch noch zu zahlen. Ha! Der Gauner fährt nicht schlecht bei diesem Geschäft.
Aber er macht es auch gut – es sind ja wirklich ausgesuchte Schönheiten darunter, aus den besten Kreisen, aus meinen Kreisen nämlich. Etliche kenne ich persönlich –wenn ich nur an meinen letzten Blick in das Album denke, da ist doch tatsächlich meine liebe Cousine aufgetaucht, die Komtesse Gisela; siebzehn Jahre jung ist der Fratz und kann schon nicht genug bekommen von den Schwänzen.«
Er lachte auf und zog kräftig an seiner Zigarre.
»Die sollte ich mal bestellen«, sagte er jetzt laut im Selbstgespräch.
»Das wäre ein geiler Spaß; was die wohl sagen würde? Außerdem ist sie ja ein wirklich rassiges Pferdchen, blutjung und schön wie die Sünde.«***
In diesem Moment kehrte Karl zurück und unterbrach die lüsternen Gedanken des Barons, die die geneigten Leserinnen und Leser in einiges Erstaunen versetzt haben mögen.
Aber tatsächlich enthielt das Album, das Karl jetzt seinem vertrauten Gast überreichte, Fotografien dutzender Frauen der Gesellschaft, denen es nach Genüssen verlangte, die sie auf direktem Wege nicht bekommen konnten.
Ihrem Geschlecht stand es nicht an, einfach nach einem Liebhaber zu verlangen. Karl hatte sich einen einschlägigen Ruf als diskreter und vertrauenswürdiger Vermittler erarbeitet und verdiente sich ein nettes Zubrot auf diese Weise: Jede Dame, der er einen willigen und standhaften Bettgefährten verschafft hatte, zahlte ihm bis zu fünfzig Gulden dafür, je nach Stand und Vermögen. Und natürlich zeigten sich auch die Herren der Schöpfung erkenntlich.
Das Procedere war folgendermaßen: Karls erste Aufgabe bestand darin, sich von der Diskretion der Personen zu überzeugen, denen er das Album vorlegte.
Hatte ein Herr sein Vertrauen erlangt, konnte er nach Belieben in den Fotos gustieren. War die Wahl getroffen, gab der Mann Karl eine Abbildung von sich selbst, die der umtriebige Zimmerkellner der erwählten Lebedame vorlegte.
Diese fällte dann die Entscheidung, ob sie zum gewünschten Treffen erscheinen würde oder nicht. Bei Max lief die Sache etwas anders ab, denn er war sowohl Karl über Jahre ein treuer Kunde gewesen als auch der Damenwelt namentlich bekannt; auch ohne ein Foto von ihm gesehen zu haben, war jede der begierigen Schönheiten nur zu gern bereit, dieses Bild von einem Mann in die Arme zu schließen.
Tatsächlich hatte sich der Baron schon einige Male im Schlafgemach von Frauen eingefunden, die er bereits aus der Gesellschaft gekannt hatte, und beide Teile empfanden stets die zugleich anrüchige und überaus diskrete Art ihrer Zusammenkunft als besonders anregend und köstlich amüsant.
»Bitte, Herr Baron, das Album. Im hinteren Teil befinden sich Fotografien, die Ihnen bereits bekannt sind, die Neuerwerbungen sind vorne zu betrachten.«
Max griff rasch nach dem Buch, blätterte es durch und warf schnelle Blicke auf die angebotene Weiblichkeit.
Engelhafte, so vermeintlich unschuldig aussehende Gesichter junger Mädchen gab es da zu sehen, kaum der Schule entwachsen und bereits vollends der Wollust verfallen; reife, üppige Schönheiten schienen ihn mit ihren begehrlichen Blicken regelrecht anzubetteln, doch sie zu erwählen für eine lustvolle Begegnung ohne die üblichen Hemmnisse von Stand und Gesellschaft. Dunkelhaarige mit schwarzer Glut in den Augen...
Julian Robinson: Weiberherrschaft - Leseprobe
Im Damenausstattungsgeschäft
Gleich nach dem Frühstück wurde ein Wagen bestellt, und ich musste wieder zwischen meinen beiden süßen Tyranninnen Platz nehmen. Diesmal steckte mir nichts Lästiges im Popo, aber die Schläge hatten mir so viel Schmerzen bereitet, dass ich eigentlich gar nicht für das Fehlen des Marterinstrumentariums entschädigt wurde.
Wir führen keine zehn Minuten lang. In den Auslagen des Geschäftes waren Mieder, Hemden und mysteriöse Unterkleidungsstücke.
Das Personal, das hinter den Ladentischen stand, setzte sich nur aus Mädchen zusammen, die eine Anzahl von Kunden, Damen mit ihren Töchtern, bedienten.
Mademoiselle sagte ganz laut: "Ich habe diesen jungen Herrn hergebracht, um ihm ein enges Mieder und Damenwäsche zu kaufen." Das musste man im ganzen Geschäft gehört haben, denn die Kunden schauten vergnügt drein und kicherten, und die Verkäuferinnen erröteten.
Mir stieg das Blut zu Kopfe und ich hatte nur den einen Wunsch, dass der Boden sich auftun möge, um mich zu verschlingen.
"Bitte sehr, gnädige Frau", sagte die hübsche Direktrice. "Wollen Sie sich in ein Probierzimmer bemühen?
Fräulein Anna, bedienen Sie diese Dame." Sie hatte eine Verkäuferin gerufen, die mir schon beim Eintritt in das Geschäft aufgefallen war. Ihr prachtvolles, dunkelbraunes Haar wölbte sich über einem sinnlichen Mund und schwarzen, halbgeschlossenen Augen. Sie fixierte mich unaufhörlich, da sie wusste, dass sie meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte.
"Was für ein Mieder ziehen Mademoiselle vor?"
"Ein sehr festes, mit sehr starkem Fischbein, langer Taille, das bis unter die Arme reicht, vorne tief hinuntergeht und dreiundzwanzig Zoll im Schluss hat", sagte Mademoiselle.
"Ich verstehe schon. Hier ist ein Pariser Mieder, das einen guten Venuspanzer abgäbe; es macht keine Falten im Kleide. Oder", fuhr sie fort, "wollen Sie vielleicht diese Newmarketmieder, das vorne tief hinuntergeht?" Sie warf mir einen Blick zu.
"Oder dieses Reformmieder? Wir haben zwar alles auf Lager, aber wir könnten Ihnen auch nach Wunsche eines machen. Und dann - wollen Sie seidene oder Leinenwäsche?"
"Beides", erwiderte Mademoiselle. Die Aussicht auf einen großen Auftrag machte die Verkäuferin noch ehrerbietiger und sie flüsterte ihrer Untergebenen rasch einige Anweisungen zu. "Die Sachen werden doch anprobiert?", fragte sie - "Gewiss", sagte Mademoiselle, "ich wünsche, dass er sie sofort anzieht."
"Kleider halten wir nicht auf Lager, aber ganz in der Nähe wären vielleicht passende zu finden. Wenn Sie wollen, schicken wir jemanden hinüber".
"Wenn ich bitten darf", sagte Mademoiselle.
Das Fräulein verbeugte sich.
Sie wandte sich an mich: "Junger Herr, ich muss Sie schon bitten, Ihren Anzug abzulegen." Sie ergriff meinen Rock.
"Ich will aber nicht! Hier vor Ihnen allen", jammerte ich. "Aber Julian", sagte Mademoiselle, die über meinen kläglichen Ton lachte. "Was erlaubst du dir", fiel Gertrude ein. "Hast du meine Peitsche vergessen?"
"Er ist also gepeitscht worden und hat es sicherlich auch völlig verdient? Er scheint tatsächlich ein schlimmer Junge zu sein. Wenn ich nicht irre, steht er unter der Weiberherrschaft", sagte die Verkäuferin.
"So ist es." "Und es ist gut, dass es so ist. Ich kann mich mehrerer Herren erinnern, die wir mit Damenkleidung versehen mussten, und es hat ihnen in allen Fällen gut getan.
"Das ist also nichts Ungewöhnliches?", fragte Gertrude.
"Ach Gott, nein, zumindest nicht in London. Viele Herren tun es auch zu ihrem, eigenen Vergnügen; andere, weil sie dazu gezwungen werden. Kommen Sie nur, mein Herr, legen Sie jetzt alles ab - auch die Hosen. Hier kennen wir nur Hosen, die aus Leinen und spitzenbesetzt oder aus Seide mit Schlitz versehen sind. Sie wissen doch, dass das hier ein Geschäft für Damen ist?"
Fräulein Anna, das Laufmädchen, war mit einer Auswahl von Seidenhosen, Miedern, Hemden und Unterröcken zurückgekehrt und hatte sie auf das Sofa gelegt. Vor mir stand ein Spiegel und je ein anderer zur Rechten und zur Linken. Mademoiselle und Gertrude saßen ein wenig abseits.
"Danke Fräulein! Schicken Sie jetzt bitte einen Boten zur Firma und lassen sie ein paar fertige Kleider für eine junge Dame bitten. Taillenumfang 23 Zoll, Brust so und so viel, nicht war, Gnädige?"
"Ich glaube", sagte Mademoiselle nach kurzem Überlegen, "dass es besser wäre, einige Röcke für ein 12 oder sagen wir 14jähriges Mädchen zu besorgen."-
"Wie Sie wollen", sagte das Fräulein, das mit geradezu unanständiger Heiterkeit die Aufgaben auf einem Block notierte, der ihr um den Gürtel hing. Dann riss sie das Blatt ab, gab es dem Mädchen und sagte: "Bitte, Fräulein Anna, kommen Sie so bald wie möglich zurück und bringen Sie auch einige weite Stahlschnürleiber mit."
Sie sah mich streng an und meinte: "Wenn er störrisch ist, so werden wir schon Mittel und Wege finden, ihn unterzukriegen; er wird dann gern gehorchen."
Während ich noch darüber nachdachte, was sie meinen könnte, hatte sie mir schon Rock und Weste abgestreift. Sie machte sich gerade an meinen Hosen zu schaffen, als das Laufmädchen zurückkehrte. Ich brauche wohl nicht zu sagen, dass ich vor Schande zu vergehen glaubte.
"Ich bitte Sie, Fräulein Anna, halten Sie seine Hände fest und geben Sie mir die Schnürleiber." "Ich glaube, Gnädige, dass wir diesem jungen Herrn bald seine Widerspenstigkeit ausgetrieben haben werden - wenn Sie es gestatten."
"Aber bitte," sagte Mademoiselle, "tun Sie, was Sie wollen."
"Ich habe es schon mit sehr widerspenstigen jungen Herrn zu tun gehabt, aber soviel ich weiß, mussten sie sich alle schließlich unterwerfen.". Sie griff von rückwärts unter mich. Ich versuchte vergeblich, meine Hände loszubekommen, die noch immer von dem Mädchen gehalten wurden. Aber alle Anstrengungen brachten sie nur zum Lachen.
"Ach, ach", schrie ich, "hören Sie auf! Was erlauben Sie sich denn?". Ich erbleichte.
"Was Sie nicht sagen! Was ich mir erlaube? Was erlauben Sie sich eigentlich"? Sie gab mir von unten herauf einen kräftigen Schlag auf die Hoden, so dass ich beinahe ohnmächtig zusammengebrochen wäre.
Ich stieß einen Schmerzensschrei aus.
"Halten Sie den Mund, wenn Sie nicht noch etwas erwischen wollen!"
Das Mädchen, das meine Hände fest umklammert hielt, platzte mit Lachen heraus. Der Schlag hatte mir alle Widerstandskraft genommen.
"Ich sehe, dass Sie ihn zu behandeln verstehen", bemerkte Mademoiselle.
"Na, der sollte nur eine Woche unter mir sein, da würde er mir schon gehorchen, und wenn er auch noch so erniedrigt werden müsste.", sagte die Verkäuferin überzeugt. Sie zog mir die Hosen und Unterhosen aus, hob das Hemd in die Höhe und nahm den Schnürleib zur Hand.
"Sie müssen stets einer Dame gehorchen. Wie ich sehe, ist Ihr hinterer ordentlich durchgeprügelt worden, Schauen Sie nur, Fräulein Anna", sagte sie zu dem Laufmädchen.
"Man sollte doch meine, dass Sie schon gehorchen gelernt haben; aber da es nicht der Fall ist, so werde ich mit der Gnädigen Erlaubnis" - ich erhielt einige Klapse - "halten Sie ihn nur fest. Fräulein Anna" - wieder prasselte es auf meinen Hintern nieder - "wollen Sie sich ausziehen oder nicht?" - Klaps, Klaps - " wollen Sie Hosen und Hemd abnehmen". Wieder unterstützten einige feste Schläge den Befehl.
Fräulein Anna hielt mich wie mit Eisenklammern, während aus ihren dunklen Augen große Befriedigung leuchtete.
"Au weh! Das tut ja weh! Hören Sie auf! Ja, ja, ich werde gehorchen. Ach Mademoiselle, ach Gertrud, ach Mama!"
Meine vollkommene Niederlage ließen Mademoiselle und Gertrud herzlich lachen.
Die Verkäuferin war ernstlich böse und gab mir einge unverdiente, aber nicht minder scherzende Stöße. Fräulein Anna, die mich noch immer hielt, schaute gelassen drein.
"Schnürleiber sind nicht so radikal wie die Rute, aber immerhin wirksam genug. Oder bereiten Sie Ihnen vielleicht Schmerzen? Es liegen keine abgerissenen Knospen oder Rutenstücke auf dem Boden umher; der Schnürleib macht nicht so einen Lärm wie die pfeifende Rute, und dann ist er schließlich ein Teil der weiblichen Kleidung, nicht wahr?
Ich glaube" - wieder sausten Schläge nieder - " wenn Sie einmal heiraten, werden Sie ordentlich unter dem Pantoffel stehen. Es ist das Beste für den Mann. Und Ihre Frau wird schon dafür sorgen, dass Sie die Schnürleiber fürchten. Jetzt werden Sie auch viel sanftmütiger sein.
Wissen Sie Sie Gnädige", sagte sie, "viele Damen bringen ihre Männer oder ihre Liebhaber her, um sie unter der Herrschaft der Stahlschienen zu setzen.
Erst neulich brachte eine junge Dame ihren Bräutigam her und erklärte, dass sie ihn nur unter der Bedingung heiraten werde, dass er eines unserer engsten Mieder anlege und Damenunterhosen trage, um ihm zu beweisen, dass er nicht länger sein eigener Herr sei, sondern einer Herrin zu gehorchen habe und deren Eigentum darstelle."
"Und, hat er sich gefügt", fragte Gertrude mit unverhohlener Neugierde.
"Ja, er musste. Er wurde in ihrer Anwesenheit geschnürt, und sie suchte auch die Hosen aus, während sie seine an sich nahm. Zum Zeichen seiner Zuneigung bat er zum Schluss überdies noch um die Erlaubnis, Damenstrümpfe tragen zu dürfen. Sie klatschte in die Hände und war entzückt und gab ihm zum Lohn einen Kuss, und ließ ihn zeigen, was er besitzen würde, wenn sie einmal verheiratet wären."
"Und zeigte er es wirklich?"
"Der Arme schaute sehr geniert drein, aber da ich seine Hände auf dem Rücken festhielt und ihn vor sie hinstellte, nahm sie das Ding in genauen Anschein. Ich erkläre Ihnen, dass sie ihn genau untersuchte."
"Berührte sie ihn?"
"Nein, das nicht".
"Fräulein Anna - Sie, junger Herr, wenn Sie nicht noch Schläge haben wollen, ziehen Sie sich aus! - Fräulein Anna helfen Sie ihm dabei! Sobald Sie ausgezogen sind, dürfen Sie dieses schöne Hemd über den Kopf ziehen".
Fräulein Anna half mir tatsächlich beim Auskleiden und bald stand ich vor den vier Damen nackt da.
"Warum geniert er sich eigentlich so? Sein Popo und seine Schenkel sind die eines Mädchens, tatsächlich. Und auch sein Teint ist danach; er wird ein gediegenes Mädchen abgeben."
Unter das Hemd kann zuerst ein Seidenleibchen, dann erhielt ich auch lange Seidenstrümpfe und schließlich das Mieder.
Mademoiselle hatte ein Ideal-Sylphenmieder mit sehr schmaler und langer Taille gewählt. Es reichte bis knapp unter die Arme und wurde stark zugeschnürt. Vorn war es unbequem lang. Fräulein Anna hielt mich die ganze Zeit fest und ihre 'Mitverschworene' zog an den Schienen, um sie, koste es, was es wolle, zusammenzubringen.
Mademoiselle erklärte, dass sie nur Hosen und Unterkleid wolle. "Jungen Herren, die ihres Geschlechts beraubt werden sollen, empfehlen wir immer altmodisch weite Hosen, denn sie können leicht beseitigt werden, wenn es sich darum handelt, Schläge zu erteilen, was bei Unterkleidern nicht so leicht geht".
Beim Anblick des Flanellunterrocks wurde ich wieder störrisch: Ich sei kein Mädchen und ich wolle das Ding nicht tragen. "Bringen Sie ihn her!", schrie Mademoiselle wütend. "Geben Sie mir den Schnürleib. Sofort legst du dich über mein Knie, Julian."
Fräulein Anna schob mich, unter Schlägen auf den Hintern, hin.
"Ach Mademoiselle, ach, Mademoiselle, das tut weh!" Schluchzend und zitternd misste ich mir den Flanellunterrock umknüpfen lassen.
"Jetzt, Fräulein, das Kleid."
Als ich völlig ausgestattet war, wurde ein Wagen gerufen, und wir fuhren zu einem Damenfrisör.
"Ich will den Kopf nicht rasiert haben!"
"Du musst", sagte meine Delilah und stampfte mit dem Fuß auf.
"Es ist schließlich nicht notwendig, Mademoiselle", sagte die Angestellte. "Mais je le veux!" Mademoiselle stampfte wieder mit dem Füßchen auf.
Mein Kopf wurde also rasiert und ich mit einer Damenfrisur versehen, auf die unter anderen Perücken die Wahl gefallen war. Wieder eine Ausgabe! Dann fuhren wir auf den Ratbone-Platz zu einem Schuhmacher.
"Zeigen Sie uns Stiefeletten und Halbschuhe für diese junge Dame; sie müssen aber sehr schmal sein und sehr hohe Absätze haben. Wir werden dann zwei Paare von jeder Sorte nehmen", gab Mademoiselle an.
Meine Füße wurden in enge Mädchenhalbschuhe gezwängt. Die fünfeinhalb Zoll hohen Absätze fühlten sich wie Berge unter mir an.
Als wie Oxfordcircus erreicht hatten, fiel Mademoiselle in der Regentstreet eine Auslage auf, in der sie herrliche Mieder mit schrecklichen Gürteln unterhalb der Taille sah. Die waren schon mehr Folterinstrumente und Geradhalter.
Ob ich wollte oder nicht, musste ich mit ins Geschäft, dessen Verkäuferinnen viel ausgelassener waren als die anderen in dem Weißwarengeschäft. Sie konnten kaum ein Mieder finden, das groß genug für mich gewesen wäre, und hielten mich daher für einen Plumpsack. Natürlich hatten sie entdeckt, dass ich ein Junge sei. Sie taten jedoch als ob sie nichts merkten, obzwar die Blicke, die sie einander zuwarfen, mich in große Verlegenheit brachten.
Als der tiefliegende Gurt zugeschnürt werden sollte, war ein Hindernis zu überwinden. Die Entdeckung meines Geschlechts hatte mir schon mehrere verstohlene Stöße und Berührungen eingebracht, die mir bei jeder Gelegenheit mit ausgesucht weibischer Bosheit erteilt wurden.
Zum Schluss wurde einer der Prinzipale um Rat gefragt. Der stattliche Herr sagte einfach: "Ja, das ist eine abnormal entwickelte Dame, ein - Hermaphrodit. Ich verstehe schon, mir sind schon mehrere derartige Fälle untergekommen. Das abnormale Organ sollte eigentlich unter den Gürtel kommen, Fräulein."
Das wurde rücksichtslos bewerkstelligt.
Ich erinnerte mich an Lord Alfred Ridlingtons Bemerkung im Wintergarten, dass er einige junge Damen kenne, die vorn so etwas haben. Aber konnte man wirklich nach alledem annehmen, dass ich ein Mädchen sei?
Das Gehen fiel mir jetzt viel schwerer, aber Mademoiselle bestand darauf, und so schlugen wir über die Regentstreet, die Conduit- und die Bondstreet den Weg zum Hotel ein.
Endlich saßen wir beim Mittagessen. Ich konnte kaum etwas zu mir nehmen, da ich so stark eingeschnürt war.
Gertrude musste am Nachmittag abreisen. Unter Tränen nahm ich von ihr Abschied; dann erwachte ich aber zu neuem Leben, denn Mademoiselle erinnerte sie ans Theater und überredete sie, bis zum nächsten Tage zu bleiben, wo Mademoiselle auch nach Suffolk zurückzukehren beabsichtigte.